• Ringvorlesung

Ringvorlesung Teil 1: Podiumsdiskussion Caster Semenya

 „Gene, Geschlecht und Sport: sollte Caster Semenya teilnehmen dürfen?”

In der Leichtathletik gibt es derzeit einen Streit, der vor dem Internationalen Sportgerichtshof CAS landete: Die südafrikanische Läuferin Caster Semanya klagte gegen die Regeln des Weltverbandes IAAF, welche sie als diskriminierend bezeichnet. 

Aufgewachsen und erzogen als Frau, wird von ihr erwartet, dass sie mit der Hilfe von Medikamenteneinnahme ihren – für eine Frau – unnatürlich hohen Testosteronwert senkt. Tatsächlich ist Caster Semanya laut Genom‐Analyse ein Mann, allerdings ohne eine Ausprägung des männlichen Geschlechts, sodass in ihrem Fall von einer „Störung der Geschlechtsentwicklung“ gesprochen wird.

Ist der Wettbewerbsvorteil von Caster Semanya tatsächlich unfair und die Diskriminierung durch die IAAF gerechtfertigt?
Andererseits: Sind genetisch bedingte Vorteile, die durch Training in Wettbewerbsvorteilen münden, nicht die Grundlage eines jeden Spitzensports? Inwiefern ist der „Fall“ Caster Semanya hier besonders? Welche Zukunft hat der Frauensport, wenn immer mehr intersexuelle und transsexuelle Frauen darin starten? Darf der organisierte Sport in „seiner“ Welt überhaupt aufgrund des Geschlechts diskriminieren, wenn das im Rest der Gesellschaft ein absolutes No‐Go ist?

Diese und weitere Fragen sollen auf dieser englischsprachigen Podiumsdiskussion diskutiert werden.
Das Podium besteht aus:

  • Andreas Statzkowski, Präsident des Berliner Leichtathletik Verband
  • Barbara Klimke, Sportredaktion Süddeutsche Zeitung
  • Prof. Dr. Stefan Chatrath, Professor für Sportmarketing der University of Applied Sciences Europe

Wann: Samstag, 23. November 2019, 15:45 Uhr
Wo: Campus Berlin, Dessauer Str. 3‐5, 10963 Berlin

In diesem Wintersemester stehen zwei aktuelle Herausforderungen aus der Welt des Sports im Zentrum der Ringvorlesung. Diese sind bewusst aus unterschiedlichen Feldern gewählt und beinhalten allesamt aber eine grundsätzliche Fragestellung, die für die zukünftige Ausrichtung des Sports zentral ist.

zurück zur Übersicht