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10 Jahre Sport- und Eventmanagement an der BiTS

Ein Interview zur Erfolgsgeschichte des Studiengangs

Zum Wintersemester 2005 startete erstmals unser Studiengang Sport & Event Management an der BiTS in Iserlohn. Zum damaligen Zeitpunkt eine absolute Pionierleistung auf diesem Gebiet, war es diesem Zeitpunkt der erste Studiengang, der die Bereiche Sport- und Eventmanagement mit einer betriebswirtschaftlichen Ausbildung vereinte. Nach nunmehr 10 Jahren kann der Studiengang stolz auf das bisher Erreichte zurückblicken. Viele tolle Erfolgsgeschichten sind aus unseren Alumnis entstanden und auch der Studiengang selbst hat sich in diesen zehn Jahren kontinuierlich weiter entwickelt um unseren Studierenden einen bestmögliche Vorbereitung auf einen Einstieg in einer spannenden und dynamischen Branche zu ermöglichen. Mittlerweile kann der Studiengang auch an den weiteren Standorten in Berlin und Hamburg studiert werden und ist auch dort sehr beliebt. Zu diesem Jubiläum haben wir mit Prof. Dr. Thomas Rieger, Studiengangsleiter Sport & Event Management an der BiTS in Iserlohn, und mit Prof. Dr. Michael Welling, Fachdozent im Bereich Sport Managment und und akademischer Leiter der Spezialisierung Soccer Management am Standort Iserlohn, gesprochen.

 

Wie entstand der Studiengang Sport & Event Management?

Thomas Rieger: Der Bedarf an Management-Fachkräften in den Branchen Sport und Event war bereits vor zehn Jahren sehr groß. Die Entwicklung des Studiengangs orientierte sich genau an diesem Bedarf und wurde somit von der Idee getragen, eine interdisziplinäre, international ausgerichtete Hochschulausbildung für Managementaufgaben im Sport- und Eventsektor zu ermöglichen. Die Herangehensweise war also stets eng an die Bedürfnisse der relevanten Berufsfelder angelehnt.

Was zeichnet den Studiengang besonders aus?

Thomas Rieger: Der Studiengang hat sich in den letzten zehn Jahren zu einem etablierten Programm entwickelt, dass sich durch einige Besonderheiten auszeichnet. Durch seine einzigartige Zusammenstellung und Tiefe markierte der Studiengang im Jahr 2005 einen Einschnitt in der deutschen Hochschullandschaft. Die damalige Zusammenführung von Sportmanagement und Eventmanagement darf durchaus als Pionierleistung bezeichnet werden. Studieninteressierten empfehle ich daher immer beim Original zu studieren. Mit dem integrierten Auslandssemester und der optionalen Spezialisierung Soccer Management verfügt der Studiengang über zwei außergewöhnliche Highlights.

Wie fällt Ihr Fazit nach 10 Jahren des Studiengangs aus?

Thomas Rieger: Das Fazit ist durchweg positiv. Der Studiengang erfreut sich weiterhin großer Beliebtheit bei Studieninteressierten und zukünftigen Arbeitgebern. Das Ausbildungsprofil entspricht in idealerweise den Anforderungen im Jobmarkt. Der Studiengang Sport & Event Management, oder kurz SEM, hat sich mittlerweile als echte Bildungsmarke etabliert. Wenn wir heute schauen, wo unsere Absolventen aktuell arbeiten, dann liest sich das wie das „Who is Who“ des Sport- und Event-Marktes. Ehrlicherweise: Das macht nach 10 Jahren auch durchaus stolz und ist Antrieb zugleich!

In welchen Unternehmen sind die Absolventen denn bisher eingestiegen?

Thomas Rieger: Dies schließt eine große Bandbreite unterschiedlicher Branchen, Unternehmen und Organisationen ein. Besonders erwähnenswert sind natürlich bekannte Unternehmen aus dem Sport wie adidas, Borussia Dortmund, Bayern München, der Deutsche Fußball-Bund oder die Fußball-Weltmeisterschaft 2014, wo einer unserer Absolventen im lokalen Organisationskomitee in Brasilien tätig war. Aber auch im Eventsektor sind unsere Absolventinnen und Absolventen sehr gefragt, bspw. Bei VOK DAMS oder Reed Exhibitions. Da der Studiengang eine fundierte betriebswirtschaftliche Ausbildung garantiert, sind auch Jobs außerhalb der originären Branchen Sport und Event von großer Bedeutung.

Mit der Spezialisierung „Soccer Management“ bietet die BiTS im Bereich Sport & Event Management noch eine fußballspezifische Spezialisierung an. Wie kam es dazu?

Michael Welling: Im Prinzip ist das vor allem eine Reaktion auf die Wünsche der Studierenden und die Bedürfnisse des Marktes. Zum einen haben wir festgestellt, dass eine große Zahl an Studenten vor allem mit dem Wunsch zu uns gekommen ist, im Fußballbereich tätig zu werden und hier vertiefendes Wissen zu erlangen. Zum anderen ist der Fußball im Bereich des Sports weiterhin in der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Bedeutung unangefochtener Spitzen- und in vielen Sportmanagementrelevanten Themen auch Vorreiter von Entwicklungen. Da im Bereich des Sports vor allem der Fußball uns seine Nachbar- und Folgemärkte die größten Arbeitsplatzchancen bietet, haben wir uns entschlossen, auch den Bedürfnissen dieses Arbeitsmarktes Rechnung zu tragen.

Was bringt den Studierenden die Spezialisierung Soccer Management und wie ist sie aufgebaut?

Michael Welling: Entsprechend der vorherigen Ausführungen bietet die Spezialisierung zunächst vertiefende Einblicke über die Inhalte der grundlegenden Veranstaltungen hinaus. Die Studierenden lernen in den ersten zwei Semestern im Modul „Soccer Sport“ die Organisation und Struktur des Fußballs kennen, d.h. wir behandeln vertieft die Akteure der Fußballmärkte. Im Fokus stehen also die internationalen, nationalen und regionalen Fußballverbände und deren Zusammenwirken, die (auch durch diese) organisierten Ligen und Wettbewerbe und die Clubs, die am Spielbetrieb teilnehmen. Als wichtige Schlagworte sind hier etwa die 50+1 Regel oder die Ausschreibung der TV-Rechte durch die DFL zu  nennen. Neben den Akteuren analysieren wir dann im Modul „Soccer Industry“ natürlich auch die Märkte des Fußballs. Hierzu zählt im Kern alles rund um das Stadion-Erlebnis, dazu gehören aber auch sog. Folge- und Nachbarmärkte. Wir beschäftigen uns also mit dem Ticketing, dem Merchandising, dem Sponsoring, dem TV-Geschäft genauso wie mit Spielerberatern oder etwa dem Sportwettenmarkt und die auf diesen Märkten vorherrschenden Funktionsprinzipien und erfolgversprechenden Strategien. Dabei realisieren wir in die Module integriert natürlich auch Besuche bei den Akteuren als sog. „Study Trips“, so dass die Studierenden das gelernte nicht nur durch einen Blick hinter die Kulissen abrunden können, sondern auch im Austausch mit den Praktikern abrunden. Im Schwerpunktstudium der Semester 5 und 6 besteht dann die Chance, das Modul „Soccer Marketing“ zu vertiefen. Hier werden die Märkte weiter differenziert und auch anhand von Fallstudien Einzelaspekte durch die Studierenden selbst bearbeitet. Weiterhin sind aber vor allem auch zwei Themen im Fokus, die aktuell auch die praktische Diskussion in der Fußballbranche kennzeichnen, nämlich Fragen der Markenführung im Fußball sowie Customer Relationship Management.

Welche Anforderungen haben Sie an die Bewerber?

Thomas Rieger: Studienbewerber sollten Leidenschaft für den Sport und/oder Veranstaltungen mitbringen. Sie sollten ferner auf Menschen zu gehen können und sich für wirtschaftliche Zusammenhänge interessieren.

Wie ist die Praxisanbindung der Studieninhalte?

Michael Welling: Ohne die entsprechende Praxisanbindung würden wir unsere Ausbildungsphilosophie nicht leben und umsetzen. Daher sind die Erkenntnisse der Theorie und der Praxis die Grundlage der Lehrveranstaltungen, arbeiten wir die aktuellen Trends und Problemstellungen der Praxis auf und in die Veranstaltungen kontextgebunden ein und geben den Studierenden das theoretische Rüstzeug, diese praktischen Fragen lösen zu können. Die Praxisanbindung wird zudem durch die Veranstaltungstypen unterstrichen, wenn die Studierenden anhand von Hausarbeiten oder (Gruppen-) Präsentationen ihr theoretisches Wissen an konkreten Beispielen erproben oder wenn im Rahmen der Veranstaltungen konkrete Praxisprojekte mit Partnern aus dem Sport bearbeitet werden. Auch explizite Fallstudienveranstaltungen greifen dies auf.

Thomas Rieger: Wir integrieren des weiteren auch stets Gastreferenten aus der Praxis in die Veranstaltungen. Schließlich ist die Praxisanbindung auch durch die Lehrpersonen selbst gewährleistet, die haupt- oder nebenberuflich in der Praxis aktiv sind oder vor ihrer Berufung auf die Professur auf eine lange berufliche Erfahrung zurückblicken konnten.

Vielen Dank für das Gespräch und auf mindestens zehn weitere, erfolgreiche Jahre Sport & Event Management an der BiTS!

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