• Auslandsjournalismus BiTS Iserlohn

Auslandsjournalismus hautnah: Video-Konferenz mit Korrespondenten in Südafrika

Wie lehrt man am besten ein Fach wie Auslandsjournalismus? Ganz klar: Indem man die Studierenden nicht nur über die Theorie dahinter aufklärt, sondern ihnen die Möglichkeit gibt, sich mit Experten in dem Bereich selbst einmal auszutauschen. Und wenn der Auslandskorrespondent gerade am anderen Ende der Welt im Einsatz ist, hilft zum Glück die Technik.

Studierende des Studiengangs Journalism & Business Communication an der BiTS in Iserlohn hatten im Rahmen des Kurses Auslandskorrespondenz und unter Leitung von Prof. Yasmin Schulten-Jaspers die Möglichkeit, mehr über die Arbeit eines Auslandskorrespondenten aus erster Hand zu erfahren: Christian Putsch, der seit acht Jahren für die Zeitung Die WELT aus Afrika berichtet, erzählte via Skype-Konferenz von seinen spannendsten und schwierigsten Recherchen, seinem Leben in Kapstadt und den Herausforderungen, die er in seinem Job täglich meistern muss.

Als Korrespondent ist er verantwortlich für alle 49 Länder südlich der Sahara –  in 23 davon ist er tatsächlich mittlerweile gereist, um von vor Ort zu berichten. Und das ist keinesfalls selbstverständlich, denn die afrikanische Infrastruktur ist nicht mit europäischen Gegebenheiten zu vergleichen. Erschwerend dazu kommt, dass Putsch auf so manch eine Akkreditierung, die es ihm erlaubt als Journalist dort überhaupt einreisen zu dürfen, teils mehrere Monate warten muss.

Thematisch berichtet er über alles aus der Region Subsahara, das für Deutschland interessant ist: So  schrieb er anlässlich des Todes von Nelson Mandelas eine sechsteilige Serie über Weggefährten der südafrikanischen Ikone, reiste während der Ebola-Epidemie in die am schlimmsten betroffenen Gebiete in Liberia, um sich selbst ein Bild zu machen und scheute nicht davor zurück, sich im blutigen Konflikt zwischen Muslimen und Christen in der Zentralafrikanischen Republik mit einem General einer Miliz persönlich zum Interview zu treffen. „Die Arbeit ist fordernd und kräftezehrend, aber ich möchte nichts anderes machen“, sagte Putsch, „die Dinge ändern sich in Afrika schneller als in anderen Teilen der Welt, für Journalisten ist das Berichtsgebiet deshalb sehr spannend.“

Eindrucksvoll und ausführlich berichtete er den Studierenden von seinen bisherigen Erfahrungen und nahm sich viel Zeit für ihre Fragen. „Ich bin mir sicher, dass die Kursteilnehmer diesen Austausch nicht so schnell vergessen werden“, sagte Kursleiterin Prof. Schulten-Jaspers. Das Feedback der Studierenden im Anschluss fiel entsprechend sehr positiv aus.

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