• Publikation Kriesenkommunikation

Fachbuch analysiert Krisenkommunikation in Tourismusorganisationen

Ob Großveranstaltungen, Naturkatastrophen oder Unfälle im Zielgebiet: Wie kommunizieren deutsche Tourismuszentralen und Fremdenverkehrsverbände in Krisensituationen? Eine Buchpublikation, entstanden im Bereich Sport, Medien und Event der University of Applied Sciences Europe am Campus Iserlohn, befasst sich mit den Aufgaben rund um Krisenmanagement und Krisenkommunikation in touristischen Zielgebieten. Auf der RDA Group Travel Expo in der Koelnmesse im Juli 2018 stieß das Thema bereits auf das Interesse der Fachbesucher und Aussteller.

Besondere Sensibilität gilt derzeit der potenziell erhöhten Bedrohung durch terroristische Akte, so eine der Kernaussagen der Experteninterviews, die Silke Hahn, Fachdozentin für Unternehmenskommunikation und PR an der University of Applied Sciences Europe in Iserlohn, für das Buch „Krisenkommunikation in Tourismusorganisationen“ als Mit-Herausgeberin führte. Doch nicht nur das: „Auch Naturkatastrophen, klimatische Schwankungen sowie das Negativverhalten von Personen oder touristischen Partnern gelten als relevante Krisenherde. Rechtsradikalismus ist ebenfalls ein hochsensibles Thema, das besonders bei internationalen Gästen als Krise wahrgenommen wird“, so Hahn.

Generell steht vor und während der Krise im Fokus, schnell, gezielt und vor allem glaubwürdig zu agieren. Wie bereiten sich Tourismusprofis darauf vor? Eine Umfrage unter deutschen Tourismusorganisationen im Rahmen des Buchprojekts gab hierzu Aufschlüsse: 57 Prozent der Verantwortlichen setzen auf die frühzeitige Identifizierung von Krisenherden durch das gesamte Team, rund 38 Prozent greifen auf die Unterstützung durch einen Dachverband zurück. Einen eigenen Krisenstab bilden hingegen lediglich rund 30 Prozent. Mit 56 Prozent hat die Mehrheit der Antwortenden bislang keine Krisenpräventionsmaßnahmen ergriffen, äußert aber: „Noch nicht, aber es wäre wichtig.“

Welcher Medienmix unterstützt Tourismusprofis bei ihrer Arbeit in den Destinationen? Wie gelingen Krisenmanagement und Krisenkommunikation in der Präventions- und Interventionsphase? Über die Umfragen und Experteninterviews hinaus stellt die Publikation Handlungsempfehlungen von Wissenschaftlern, Kommunikationsprofis, Medienvertretern und den Geschäftsführern großer deutscher Tourismuszentralen bereit.

Wer mehr über die breite Berufswelt der Medienprofis wissen möchte, findet dazu mehr auf unserem Hochschul-Blog.

Mehr Infos zum Buch gibt es hier.

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