Fashion Management: Was in der Modeszene punktet

Medien und Fashion - zwei Branchen, die für Berufseinsteiger kaum beliebter sein könnten. Wie sich die beiden Bereiche verbinden lassen, erlebte BiTS-Studierende Katharina Vrbica während einer studienintegrierten Exkursion nach Mailand. Fashion Management zum Anfassen!

Was brachte Sie an die BiTS Berlin?
Das Hauptstadt-Feeling und vor allem die Mode! Aufgewachsen und zur Schule gegangen bin ich in Wolfsburg und wollte schon immer etwas mit Medien machen. Hier habe ich die Gelegenheit, meine Interessen unter einen Hut zu bringen.

Sie studieren Communication & Media Management (B.Sc.). Was bedeutet das für Sie?
Grund für meine Studienwahl war, neben meinem großen Interesse für Medien aller Art, vor allem die Vielfältigkeit der Branche. Meine persönlichen Favoriten sind die Bereiche Public Relations und Marketing. Dazu wählte ich die Spezialisierung Fashion Management.

Ihren Modeblog Kavuet betreiben Sie neben dem Studium. Wie kam es dazu?
Über das Bloggen habe ich schon seit meiner Schulzeit nachgedacht. Schon damals habe ich mich gern besonders auffällig gekleidet, woraufhin mich vor allem jüngere Schülerinnen oft ansprachen und um Tipps baten. Immer mehr Leute bemerkten, so ein Modeblog wäre doch sicher mein Ding. Auf Kleiderkreisel fragte man mich immer wieder nach einer Seite, weil die Qualität meiner Fotos das wohl vermuten ließ. Als ich dann den Sprung wagte, ging ich noch zur Schule und arbeitete insgeheim an meinem Projekt. Erst als ich für mein BiTS-Studium nach Berlin zog traute ich mich, Kavuet zu veröffentlichen - hier kann ich so sein, wie ich bin!

Was findet auf Ihrer Seite Platz?
Ich blogge über das, was mir im Alltag am Herzen liegt: Mode, Reisen und Kochen. Viele meiner Freunde wussten vor Kavuet gar nicht, dass ich eine unglaublich begeisterte Köchin bin! Wichtiger als ein strammes Konzept ist mir aber, dass mir das Bloggen unglaublich viel Freude bereitet. Seit ich denken kann verfolge ich gespannt neue Modetrends und auch erfolgreiche Fashion-Bloggerinnen, die mit etwas Mut ihre Leidenschaft zum Beruf gemacht haben. Diese Frauen inspirierten mich dazu, es ihnen gleich zu tun und es freut mich umso mehr, dass sich so viele Mädels für meine Outfits begeistern lassen! Außerdem habe ich die Gelegenheit, mich noch intensiver mit der Modewelt zu beschäftigen. Gerade Instagram eignet sich dafür hervorragend. Es ist ein wunderbares Hobby!

Berlin ist die Wahlheimat für viele Modeblogger. Was macht die Stadt zum perfekte Standort, um in der Modebranche Fuß zu fassen?
Meiner Meinung nach ist Berlin die Fashion-Kapitale Deutschlands! Ich habe schon einige Städte in Deutschland bereist, doch nirgends zeichnet sich der so eigenwillig individuelle Lifestyle der Menschen dermaßen in der Mode ab. Berlin ist bunt und so kleidet man sich auch! Toll sind allein schon die Einkaufsmöglichkeiten: Hier gibt es viele Shops, die man sonst nur im Ausland findet, aber auch zahlreiche Independent Labels und Vintage-Händler. Für Modeinteressierte bietet Berlin alles, was das Herz begehrt - sei es die Fashion Week oder direkte Kontakte zu Modehäusern, die ihren Hauptsitz in Berlin haben.

Welchen Einfluss hat die Spezialisierung Fashion Management auf Ihren Blog?
Während dem Studium verbringen wir zwei Aufenthalte an der Partnerhochschule NABA in Mailand. Zwar lag mir mein Projekt schon vorher sehr am Herzen, doch es wurde mir bei meinem ersten Aufenthalt richtig klar, wie viel Potential tatsächlich hinter einem Fashion-Blog steckt. Seitdem stehe ich unglaublich motiviert und ambitioniert hinter Kavuet. Die Stadt Mailand, die Menschen dort und vor allem das unglaublich interessante Studienprogramm sind für jeden Modeinteressierten ein Traum.

Spätestens beim Besuch der Fashion Week, die wir gemeinsam mit unseren Dozenten erlebten und ausgiebig besprachen, waren alle Teilnehmer hin und weg. Hier habe ich zum ersten Mal gesehen, wie erfolgreiche Fashion-Blogger in der Modewelt Fuß fassen. Die Atmosphäre war unbeschreiblich, überall Fotografen, die unglaublich toll gekleidete Menschen fotografieren - genau hier wollte ich immer sein! Mein absolutes Highlight war, Chiara Ferragni (die erfolgreichste Modebloggerin der Welt!), die Chefredakteurin der deutschen und japanischen Vogue sowie viele, viele unglaublich inspirierende Menschen und Vorbilder aus der Modebranche zu treffen, die ich sonst nur von Bildern kannte! Fashion Management hat mir gezeigt, welche beruflichen Perspektiven sich in der Modewelt auftun.

Wem würden Sie die Spezialisierung Fashion-Management besonders ans Herz legen?
Jedem, der sich ein bisschen für Mode interessiert! Diejenigen, die bereits ihr Herz an die Fashion-Industrie verloren haben, werden sich fühlen wie im siebten Himmel. Alle anderen, die sich weniger damit befasst haben, werden spätestens in Mailand ihren Draht zur Modewelt entdecken (und als „Fashion Victims“ nach Deutschland zurückkehren!). Der Unterricht ist unglaublich interessant und die Dozenten kommen direkt aus der Branche und kennen all’ die großen Namen persönlich. Es ist bahnbrechend, zu hören, wie es eigentlich hinter den Kulissen abläuft. Innerhalb der ersten zwei Wochen verschafft man sich bereits einen großen Überblick und kann schon ordentlich mitreden.

Empfehlen würde ich es aber auch allen denjenigen, die gerne reisen. Einmal in Mailand zu studieren, ist ein wirklich tolles Erlebnis! Es ist eine wunderschöne Stadt, in der man auch richtig gut Shoppen kann! Dass ich mich auf Fashion Management spezialisierte, war eine meiner besten Entscheidungen meines Lebens. Noch nie habe ich meine Ziele so klar benennen können und an der BiTS habe ich die Möglichkeit, ohne Umwege darauf hinzuarbeiten!

Wo sehen Sie sich in zehn Jahren?
Hoffentlich in der Marketingabteilung eines großen Modehauses, am liebsten in Mailand oder Paris!

Die Spezialisierung Fashion Management wird ab 2016 nicht mehr an der BiTS angeboten.

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