• Freya-Alessa Hausmann auf Hawaii
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Aloha Leben, Goodbye Zweifel: Freya Hausmann auf Hawaii

Für die Berliner BiTSlerin Freya-Alessa Hausmann ging es im Auslandssemester nach Hawaii. Zurück in Deutschland erzählte sie uns, welche Inspirationen, Eindrücke und Erfahrungen sie mit nachhause nahm. 

„So eine Zeit weg von Zuhause, auf der anderen Seite der Welt, das wird dich verändern und du wirst anfangen, die Welt mit anderen Augen zu sehen“. Als mir jemand genau das vor einem halben Jahr sagte, dachte ich "Hör auf mit dem Eso-Gelaber" – doch nun nach nur sechs Wochen auf der anderen Seite der Erde weiß ich genau, dass es stimmt.

Anfang Januar hieß es für mich Koffer packen, ab von Berlin nach Hawaii in mein Auslandssemester. Ja, ich weiß: Studieren und Hawaii, das klingt erst einmal nach einer verrückten Kombi und glaubt mir, die ist es auch. Jedoch eine ziemlich Gelungene! Doch fangen wir von vorne an: So ein Auslandssemester bringt in den ersten Wochen verdammt viele Eindrücke – eine neue Kultur, eine andere Sprache, die verschiedensten Nationen treffen aufeinander. Es dauert dadurch erst einmal, bis man sich akklimatisiert und eingefunden hat. Doch hat man das erst einmal hinter sich, überkommt einen ein Gefühl, das ich so vorher noch nie erlebt habe. Ein Gefühl von Stärke, Selbstsicherheit und Zufriedenheit. Ein Gefühl, das dazu anregt, über viele Dinge nachzudenken. 

Weg von Zuhause, das bedeutet nicht nur kilometerweite Entfernung von Familie und Freunden – sondern auch vom vertrauten Alltag. Genau das ist es auch, was einem zu Denken gibt. „Der Mensch ist ein Gewohnheitstier: Er klammert sich lieber an das alte, Schlechte, anstatt für neues Gutes offen zu sein“, bestätigt Querdenker und Schauspieler Jens Roth.

Wer kennt das nicht? Manchmal ist es viel einfacher, sich im Alltag zu verlieren, Probleme wegzuschieben, als ehrlich zu sich selbst zu sein und sich genau damit auseinanderzusetzen.

Auf der anderen Seite der Welt, sonntagmorgens alleine am Strand. Es ist 6.30 Uhr, wer weiß in welcher Zeit. Das Jetlag weckte mich auf und führte mich hier hin. Die Sonne geht langsam hinter dem blauen Meer auf. Der Coffee Americano von Starbucks noch viel zu heiß zum Trinken – so wie generell alles in den USA extrem heiß, extrem süß und extrem salzig ist - da ist es auf einmal nicht mehr so einfach, sich nicht mit sich selbst zu beschäftigen. Ob Jetlag oder Aufregung, es wird diese Momente geben bei denen alles danach schreit: „Denke über dein Leben nach!“ so wie in der Honeymoonsuite ohne Fernseher und Handyempfang alles „habt Sex“ ruft.

Doch zurück zu diesem Gefühl. Wer sich jetzt fragen sollte, was man dafür tun muss, um es herauszukitzeln – nichts. Das kommt ernsthaft von alleine. Es liegt wohl an einer neuen Umgebung, an der Tatsache, dass man auf sich alleine gestellt ist, an einer anderen Sprache und letztendlich daran, dass einem klar wird, was neben dem „einfachen“ Alltag noch existiert.

Somit mein Appell an euch – haut ab! Wenn sich auch immer die Chance auf einen Auslandsaufenthalt für euch ergibt, nutzt sie. Für mich persönlich war es die beste Entscheidung überhaupt. Es muss ja nicht gleich die andere Seite der Welt sein, auch schon ein Semester in einem anderen europäischen Land öffnet einem die Augen für Neues. Also: Go for it and travel on!“ 

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