Sport & Event Management: Katharina Zilske übers Studium

Ein Studium zu beginnen, bringt viel Neues mit sich. Welche Erfahrungen BiTS-Studentin Katharina Zilske in Berlin machen konnte, erzählte sie im Interview. 

Ihr Studium im Bereich Sport & Event Management (B.Sc.) begannen Sie im Jahr 2012 in Berlin – war das Ihr Plan A?
Zu meiner Schulzeit wollte ich unbedingt Mediengestalterin werden. Als ich nach dem Abitur in Potsdam an der Organisation unseres Abschlussballs beteiligt war, begann ich, mich für Eventplanung zu interessieren. An der BiTS überzeugte mich vor allem das integrierte Auslandssemester. Ich wollte schon immer einmal weg und fand es toll, dafür nicht länger studieren zu müssen.

Wohin ging es denn für Sie?
Da ich mit allen Prüfungen rechtzeitig abschließen konnte, ging es für mich regulär im vierten Semester nach Dublin. Organisatorisch lief alles nach Plan und die Zeit war vor allem akademisch eine große Bereicherung: An der Dublin Business School belegte ich den Studiengang Tourismus- und Eventmanagement, der viel Neues für mich bereithielt. Auch im Bereich Projektmanagement konnte ich vieles mitnehmen.

Welche Rolle spielt der Sport?
Obwohl ich ziemlich schnell wusste, dass es mich nicht in die Sportbranche verschlägt, ist Sport ein zentrales Thema für mich. Ich tanze seit Jahren in der Funkengarde eines Karnevalsvereins und fand daher großes Interesse an den Vereinsaspekten, die wir in den Vorlesungen behandelten. Heute sehe ich Sportereignisse mit ganz anderen Augen: Wenn ich ein Fußballspiel besuche, wandert mein Blick sofort auf die Bande. Wer macht Werbung, wer sind die Sponsoren? Was hätte man anders machen können? Kleinste Fehler springen sofort ins Auge und regen zum Nachdenken an. Vieles lässt sich einfach übertragen. Das Thema Sponsoring ist zum Beispiel sehr vielseitig und auch im Eventbereich von tragender Bedeutung.

Welche Erfahrungen waren für Sie besonders prägend?
Meine erste Praxiserfahrung konnte ich im Praktikum sammeln. Eine unserer Dozentinnen, leitete die Lehrveranstaltung "Corporate Events". In ihrer Agentur be frank Eventsupport verbrachte ich zunächst zwölf Wochen, in denen ich das Team in allen Bereichen unterstützen konnte. Die Agentur ist im Bereich Corporate Event tätig und organisiert hauptsächlich Veranstaltungen für Unternehmen, deren Mitarbeiter und Kunden. Einmal konnte ich Frau Frankenstein sogar auf einem Event in Österreich begleiten – der Beruf ist sehr vielseitig. Als Werkstudentin arbeite ich mittlerweile seit etwa zwei Jahren für die Agentur. Mein persönliches Highlight war mein erstes großes Projekt: Die Kick-Off-Veranstaltung der SHK Berlin organisierte ich gemeinsam mit einer Kollegin.

Das Netzwerk der BiTS konnten Sie also gut für sich nutzen?
Auf jeden Fall! Meine Dozenten hatten zum Großteil eigene Firmen oder Gewerbe und waren sehr offen für alle praktischen Anliegen. Momentan unterstütze ich zum Beispiel eine Professorin mit einer Fallstudie und genieße es sehr, mit branchenerfahrenen Kollegen zu arbeiten.

Was macht ein gelungenes Event aus?
Eine gute Veranstaltung ist ein Erlebnis. Wenn die Gäste bis zum Schluss dabei sind, tanzen und gar nicht mehr gehen wollen – und das, obwohl man als Organisator kaum mehr auf den Beinen stehen kann. Darauf kommt es an. Wenn dann auch noch positives Feedback über Facebook oder Mail kommt, hat man alles richtig gemacht. So hat man die Möglichkeit, einen realen Mehrwert zu schaffen und die Marke nachhaltig zu stärken.

Welche Produkte oder Branchen würden Sie gerne im Eventbereich unterstützen?
Das Eventmarketing der Marke Coca Cola hat mich schon immer fasziniert. Auch Heineken ist ein großes Vorbild, vor allem in der Live-Kommunikation. Mein persönlicher Favorit bleibt allerdings Red Bull! Es ist erstaunlich, wie vielseitig die Möglichkeiten sind, obwohl sich alles um das selbe Produkt dreht. Ich habe großen Spaß daran, kreative Kampagnen zu entwickeln. Hier habe ich die Möglichkeit, das Produkt um eine Ebene zu erweitern und somit den Kunden im Absatz zu unterstützen.

Woran arbeiten Sie im Bachelor?
Meine Bachelorarbeit behandelt den klassischen Pitch in der deutschen Wirtschaft. Welche Strukturen haben sich in den Branchenkreisen etabliert und warum agieren Unternehmen so, wie sie es tun? Diesen Dingen gehe ich in meiner Recherche auf den Grund.

Was ist der nächste Schritt?
Für mich geht es nun direkt ans Arbeiten. Ich fühle mich für die Praxis bestens gerüstet und habe richtig Lust darauf, mich an neue Bereiche heranzutasten. Dank der zahlreichen Rückmeldungen von Kollegen und Kunden weiß ich, dass ich mit meinem Know-How einiges bewegen kann. Nun bewerbe ich mich in ganz Deutschland und bin sehr gespannt darauf, wohin es mich als nächstes zieht.

Waren Sie schon immer so aufgeschlossen?
Nein, ganz und gar nicht! Vor meinem Studium dachte ich sehr geradlinig: Bloß schnell einen festen Arbeitsplatz finden und kein Risiko eingehen. Heute weiß ich, dass ich auf meine Fähigkeiten vertrauen kann und diese fast überall Gebrauch finden. Auch persönlich hat sich einiges verändert. Aufgabenstellungen aller Art trete ich mit Gelassenheit entgegen.

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