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    Prof. Dr. Daniel Kaltofen

Professor der Woche: Prof. Dr. Daniel Kaltofen

Herr Prof. Dr. Kaltofen, Sie leiten den Studiengang Finanzmanagement an der BiTS. Was haben Sie studiert?

Ich habe an der Ruhr-Uni in Bochum Wirtschaftswissenschaft studiert und am dortigen Lehrstuhl für Finanzierung und Kreditwirtschaft direkt die Promotion angeschlossen. Danach habe ich für verschiedene Düsseldorfer Banken im Risikocontrolling sowie für ein kreditwirtschaftliches Forschungsinstitut gearbeitet.

Wer lehrt sonst noch im Studiengang Finanzmanagement? Ist das Dozenten-Team gut aufgestellt?

Die Studierenden werden von einem hochmotivierten Dozenten-Team unterrichtet, das sowohl im Fachlichen hervorragend aufgestellt ist, als auch über langjährige Praxiserfahrung aus erster Hand verfügt: Die meisten Vorlesungen werden von hauptamtlich-lehrenden Kollegen des Fachbereichs Wirtschaft gehalten. Ich bin überaus froh, hierzu die Kollegen Stein, Burgartz, Gröning, Wullenkord und Frielinghausen an Bord zu wissen; ich selber unterrichte in den Kompetenzbereichen Finance und Controlling.

Weitere Fachkompetenz bringen die eingebundenen Lehrbeauftragten mit, die Experten in ihren jeweiligen Fachgebieten sind. Lassen Sie mich das an einigen Beispielen etwas ausführlicher verdeutlichen: Für den Kurs „Financial Restructuring“ konnten wir den langjährigen Partner im Bereich Reorganisation Services bei Deloitte & Touche in Düsseldorf, Roland Haage, gewinnen. Zuvor hat er unter den Jahrgangsbesten Volkswirtschaft an der Universität Toronto abgeschlossen und in den USA und in Kanada die Prüfungen zum Certified Public Accountant und zum Chartered Accountant abgelegt. Ich meine, ein qualifizierteres Profil aus Fach- und Praxiswissen ist kaum zu finden. Mit Andreas Muzzu liest ein renommierter Partner von Ernst & Young das Fach Unternehmensbewertung. Als Leiter des Kompetenzcenters für Internationale Rechnungslegung bei Ernst & Young sowie als Certified Tax Advisor und Certified Public Accountant sind für ihn sowohl Rechnungslegung als auch Unternehmensbewertung bestens geeignet, den Studierenden beide Disziplinen miteinander verzahnt praxisnah zu vermitteln. Im dritten Fachsemester konnten wir mit Thomas Paul aus Berlin einen Experten mit mehr als zwanzigjähriger Berufserfahrung im Bereich der Unternehmensrestrukturierung für genau dieses Fach gewinnen. Die stets an Bedeutung gewinnenden Disziplinen der Internationalen Rechnungslegung und der Unternehmensprüfung wird mit Experten von PwC äußerst kompetent besetzt. Um nur einige Beispiele zu nennen...

Das Besondere des Studiengangs macht daher gleich zwei Dinge aus: Erstens deckt das Curriculum alle zentralen Herausforderungen eines angehenden Finanzmanagers ab, sei es internationale Rechnungslegung und Steuern, Unternehmensfinanzierung, fortgeschrittene Strategien mit Finanzderivaten oder die Regulierung von Kapitalmärkten. Zweitens werden diese Fächer von einem exzellenten Dozenten-Team kompetent besetzt. Auch die Absolventen spiegeln mir diese Einschätzungen in Feedbackrunden regelmäßig zurück      

Gibt es Praxispartner mit denen Sie regelmäßig zusammenarbeiten?

Ja, klar. Die Finance-Studenten schnuppern regelmäßig etwa bei den großen Beratungsgesellschaften über Praktika oder Werkstudentenstellen hinein. Viele der dort Verantwortlichen sind in die Lehre an der BiTS eingebunden, so dass sich hier mit der Zeit engere Kontakte zu diesen Praxispartnern ergeben haben. Einen regelmäßigen Austausch im Rahmen von Fachvorträgen oder Werkstudentenstellen gibt es zudem mit zahlreichen Banken in der Region sowie am Finanzplatz Düsseldorf sowie mit mittelständischen Unternehmen im Märkischen Kreis und darüber hinaus.

Die Finanzmärkte sind internationaler und auch Unternehmen sind heutzutage globaler aufgestellt. Wie bringen Sie den internationalen Aspekt in den Studiengang ein?

Um Internationalität kommt man in der Arbeitswelt heutzutage kaum herum. Weniger Mobilität ist entscheidend als eine global ausgerichtete Denkweise und –haltung. In vielen internationalen Unternehmen ist die Bürosprache auch in deutschen Niederlassungen häufig schon Englisch. Auch Mittelständler sind längst nicht mehr auf die Region begrenzt sondern verfügen über Absatz- und Beschaffungsmärkte im europäischen Ausland sowie in Übersee. Darauf bereiten wir mit einem an internationalen Standards ausgerichteten Curriculum, englischsprachigen Lehrveranstaltungen sowie einer internationalen Summer School in den USA gezielt vor.

Wissen Sie, was aus Ihren Absolventen geworden ist? Haben Sie Kontakt zu Alumni und wissen, wo diese nun arbeiten?

Von den meisten, ja. Soviel ich weiß, sind alle Absolventen erfolgreich in die Arbeitswelt gestartet. Auch einige Promovenden sind darunter. Dabei hat sich das Studium an der „kleinen“ BiTS als alles andere als ein Handicap beim Berufsstart erwiesen. Gleich mehrere Absolventen haben es im ersten Anlauf über die nähere Umgebung der BiTS hinaus in DAX-Unternehmen wie BMW, Bayer und die Deutsche Telekom geschafft. Andere sind als Young Professionals bei großen und regionalen Beratungsunternehmen oder als Trainees bei mittelständischen Unternehmen – die meiner Ansicht nach als Arbeitgeber und Karrieresprungbrett häufig unterschätzt werden – gestartet. Dabei haben sich unsere Absolventen gegen Bewerber anderer Hochschulen und insbesondere anderer Universitäten durchgesetzt. Viele der Alumni berichten, dass unser Studium ihnen eine hervorragende Ausgangsposition für nach den Berufsstart eröffnet hat. Das zeigt mir, dass wir mit unserem Ausbildungskonzept des Masterprogramms in Finanzmanagement richtig aufgestellt sind. Mit einigen stehe ich noch in regelmäßigem Kontakt.

Wie entstand das Master-Programm Finance? Wie lange gibt es das schon? Wie ist die Praxisanbindung der Studieninhalte?

Das Masterprogramm Finance & Management bündelt die in den Bachelorprogrammen gelegten Grundlagen in den Kompetenzbereichen Finanzen, Buchhaltung, Controlling und Steuern seit 2010 zu einem spezialisierten Masterprogramm mit dem Abschluss Master of Science und baut diese dort konsequent aus. Wir haben das Curriculum seinerzeit zusammen mit den potentiellen Arbeitgebern unserer Studierenden entwickelt und so waren Fächer und Module schnell gefunden. Wenn die Studierenden nicht gerade selbst in Unternehmen tätig sind, vermitteln die eingesetzten Dozenten aufgrund ihrer Praxistätigkeiten in den jeweiligen Disziplinen den Studierenden stets ein ausführliches Bild praxisrelevanter Themen und Details über die akademischen Grundlagen hinaus. In vielen Übungen und Fallstudien müssen die Studierenden zudem unter Beweis stellen, dass ihnen der Theorie-Praxis-Transfer gelingt.

Wer studiert Finance? Welche Berufsziele haben die Studierenden? Wie ist die aktuelle berufliche Perspektive? Sind Finance Absolventen gesucht?

Die Antwort verblüfft zunächst, doch der fachliche Hintergrund aus dem Bachelor ist für die Wahl des Masterprogramms in Finance nicht ausschlaggebend. Wenn ich mir die Hintergründe der aktuellen FM-Studierenden anschaue, sind darunter neben BMS’lern fast alle Studienrichtungen vertreten, darunter auch Wirtschaftspsychologen, Sport- und Eventmanager oder Green Business Manager sowie externe Studierende. Vielmehr besteht die Gemeinsamkeit im Bestreben, künftig komplexe ökonomische Fragestellungen im Finanzbereich und darüber hinaus als Führungskraft zu analysieren, zu verstehen und letztlich ihre Lösung mit zu gestalten. Das wiederum kann in ganz unterschiedlichen Branchen und den ganz unterschiedlichen Funktionen geschehen. Ich weiß von den meisten Absolventen, dass sie bereits im Rahmen ihrer studienbegleitenden Praktika und Werkstudententätigkeiten ihre Arbeitgeber fachlich und persönlich überzeugt und dort nach dem Studium gleich weitergemacht haben.

Welche Anforderungen haben Sie an die Bewerber? Welche Stärken und Fähigkeiten sollten sie haben?

Die Studierenden sollten richtig Bock darauf haben. Für genügend Food-for-Thought sorgen wir dann schon.

Wie ist das Studium aufgebaut?

Der Finance-Master schließt konsekutiv an ein Bachelorstudium an und umfasst vier Semester, wovon das letzte allein für die Master Thesis reserviert ist. Alle Kompetenzbereiche sind in jedem Semester gleich intensiv auf der Agenda der Studenten. Besondere Schwerpunkte liegen im ersten und vierten Semester auf unseren Leadership-ACs zur Schulung führungsrelevanter Schlüsselqualifikationen, im zweiten Semester auf der International Sommerschool sowie in Semester drei auf dem Betriebs- oder Forschungspraktikum.

 

 

 

 

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