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    Prof. Dr. Silke Hahn

Professorin der Woche: Prof. Dr. Silke Hahn

Damit Sie die Köpfe hinter unseren Bachelor- und Masterstudiengängen näher kennenlernen, stellen wir Ihnen jede Woche einen unserer Dozenten vor.
Im Gespräch diese Woche: Prof. Dr. Silke Hahn, Prodekanin für Public Relations & Corporate Communication.

Wie entstand das Master-Programm Public Relations & Corporate Communication?
Der Master „PR & Corporate Communication“ entstand als Antwort auf den wachsenden Bedarf aus der Wirtschaft an gut und speziell ausgebildeten Kommunikations-Profis. Lange wurde die PR- und Unternehmenskommunikation als bloße Erweiterung des Marketings wahrgenommen. In den letzten Jahren haben sich Public Relations und Unternehmenskommunikation jedoch als eigenständige Fächer und Arbeitsgebiete etabliert, denn Themen wie Krisen-PR, interne Kommunikation und Finanzkommunikation können nicht nebenher bzw. als Komponente einer Marketing-Aktivität erledigt werden. Dafür braucht man gut ausgebildete Spezialisten. Unser Anliegen ist es deshalb, Führungskräfte in allen Teilbereichen der PR und Unternehmenskommunikation auszubilden. Damit sind wir erfolgreich, unsere Absolventen sind in Unternehmen, Agenturen, politischen Organisationen, Stiftungen und NGOs gefragt oder haben als Gründer Erfolg in ihren Märkten. 

Welche Zielgruppe wollen Sie mit diesem Master-Studiengang erreichen?
Ein Großteil unserer Studierenden hat einen kommunikations- oder medienwissenschaftlichen Erstabschluss. Da der Markt der PR- und Unternehmenskommunikation jedoch immer differenzierter wird, ist auch das Bewerber-Profil vielseitig. So haben wir Studierende mit einem geistes- oder sozialwissenschaftlichen Hintergrund, die ursprünglich journalistisch arbeiten wollten. Da sich die Berufsaussichten in dieser Branche in den vergangenen Jahren verändert und diversifiziert haben, ist die PR-Arbeit eine seriöse Alternative. Auch Bewerber aus dem Event- oder Sportmanagement oder den Wirtschaftswissenschaften, interessieren sich für den Studiengang. Das Aufgabengebiet erschließt eine große Bandbreite an Tätigkeiten: Wer gerne textet, baut seine Chancen am Arbeitsmarkt als Media Relations- oder Corporate Publishing-Profi aus. BWLer schärfen ihr Profil, indem sie ihre Basisausbildung im Bereich Finanzkommunikation fokussieren. Der gemeinsame Nenner ist das Talent und der Wille, in den PR-Arbeitsfeldern von der Standort- bis zur Krisen-Kommunikation zur Reputation und zum Erfolg der jeweiligen Organisation beizutragen.

Wie alt sind Ihre Studierenden?
Die Altersspanne reicht von jungen Bachelorabsolventen im Alter von 22 oder 23 Jahren bis hin zu Teilnehmern, die schon erste Berufserfahrung mitbringen und entsprechend älter sind.

Welche Anforderungen haben Sie an die Bewerber?
Wer diesen Studiengang wählt, sollte redaktionelle Kompetenz mitbringen bzw. diese erlernen wollen. Darüber hinaus vermitteln wir natürlich auch die strategische Seite der PR- und Unternehmenskommunikation. Unsere Teilnehmer wollen Kommunikations-Probleme lösen, Krisen-Handbücher entwerfen, ein Unternehmen ganzheitlich begreifen, um seine Reputation durch gute PR-Arbeit zu stärken - oder in einer Agentur die ganze Bandbreite von Aufgaben aus der PR und Unternehmenskommunikation kennenlernen.

Wie läuft die Bewerbung ab?
Nachdem wir die formalen Zulassungskriterien geprüft haben, lädt die Studiengangsleiterin den Bewerber/die Bewerberin zu einem persönlichen Gespräch ein. Dabei prüfen wir Vorbildung, Motivation und Ziele des Interessenten, um festzustellen, ob Bewerber und Programm zusammenpassen. Dieses Gespräch findet zum Teil in englischer Sprache statt. Nach diesem Gespräch erfahren die Teilnehmer, ob wir ihnen einen Studienplatz anbieten.

Wie ist das Studium aufgebaut?
Das Studium ist auf vier Semester angelegt, die Unterrichtswoche startet am Mittwochnachmittag und endet am Samstag. Das gibt unseren Studierenden die Möglichkeit, parallel zu arbeiten. Im ersten Semester vermitteln wir die Grundlagen. Das Thema „Digital Communication“ zieht sich durch das gesamte Studium, ebenso das Thema „Skills“. Im zweiten Semester behandeln wir einzelne Themengebiete wie Finanzkommunikation, Krisen-PR, Interne Kommunikation oder Mittelstands-Kommunikation – so lernen die Studierenden sämtliche Aufgabengebiete kennen. Nach dem zweiten Semester erschließt die International Summer School internationale Bezüge und trainiert unter anderem „Public Speaking“. Im dritten Semester beschäftigen sich unsere Studenten mit politischer Kommunikation und Lobbying, bevor sie im vierten Semester dann die Master Thesis schreiben. Ein wichtiger Teil sind zudem auch die Themen Agenturgründung, Kommunikations-Controlling und die Evaluierung von PR-Maßnahmen. Darüber hinaus gehen wir ganz individuell auf die Stärken und Schwächen unserer Studierenden ein, um gezielt mit ihnen daran zu arbeiten.

Wie ist die Praxisanbindung der Studieninhalte?
Wir kooperieren sehr eng mit Unternehmen aus verschiedenen Branchen von Automotive über Telekommunikation bis hin zu Banken und Versicherungen. Großkonzerne wie die Douglas Holding sind ebenso wie mittelständische „Hidden Champions“ bewährte Praxispartner. Sie platzieren zahlreiche Praxisprojekte bei uns, die die Studierenden bearbeiten. Auch unsere Absolventen kommen immer wieder zu uns zurück. Einige Teilnehmer des ersten Jahrgangs haben beispielsweise eine erfolgreiche Social-Media-Agentur gegründet und beziehen auch unsere Master-Studenten mit ein. Diese starke Vernetzung mit der Wirtschaft ist sehr wichtig, auch unserer Dozenten sind routinierte Praktiker. Nur so lernen unsere Studierenden, wie man Feedback gibt, wie ein gutes Briefing-Gespräch abläuft, was „Self Branding“ heißt, was man bei der Agenturgründung beachten muss oder wie man einen professionellen Kundenkontakt aufbaut.

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