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Zweite Auflage des RevierSport-Talk erneut ein voller Erfolg

Zum zweiten Mal konnte die BiTS im Rahmen des Sportmanagement-Symposiums die Gesprächsrunde "90+4 - Der RevierSport-Talk" im Audimax der BiTS begrüßen. Ging es im vergangenen Jahr noch um die Marketing-Strategien der Revierklubs, befassten sich die Podiumsgäste am vergangenen Dienstag mit dem Thema „Cituis, altius, mortuus – Welche Rolle spielt die Förderung von Gesundheit und Fitness bei Sporttreibenden in der heutigen Leistungsgesellschaft“.

Den Einstieg in den Abend vor ca. 100 Studenten und Unternehmern der Region bereitete BiTS-Sportmanagement-Professor Prof. Dr. Thomas Rieger mit einem unterhaltsamen Vortrag und erläuterte dabei die unterschiedlichen Perspektiven des Gesundheitsansatzes in der Gesellschaft und im Leistungssport. Seine steile These am Ende des Vortrages: „Als Freizeitsportler sollte man sich wenig bis gar nicht den Leistungssport als Vorbild nehmen, da dort nicht die Gesundung, sondern eine Reparatur des Körpers nach Verletzungen im Vordergrund steht, um schnellstmöglich wieder fit für die nächsten Wettkämpfe zu sein und Höchstleistung zu erbringen“.

Im Anschluss an den Vortrag bat Moderator Ralf Bosse die drei weiteren Gäste, Dr. Joachim Schubert, Michael Scharf und den ehemaligen Fußballnationalspieler Jens Nowotny zur Diskussionsrunde auf die Bühne. Im Anschluss entwickelte sich eine muntere Talkrunde, bestückt mit vielen Anekdoten. Dr. Schubert erzählte von der anfangs ungewöhnlichen Arbeit als Teamarzt einer afrikanischen Nationalmannschaft. „Bei den Togolesen war neben mir auch immer ein Voodoo-Zauberer dabei. Die Zusammenarbeit war aber, anders als zunächst vermutet, wirklich konstruktiv. Man muss sich den anderen Gegebenheiten vor Ort dann auch anpassen und diese Einflüsse mit aufnehmen.“ Jens Nowotny gab Einblicke in die Verletzungsgeschichte seiner aktiven Karriere. Mindestens zehn Operationen, davon vier am Knie durch Meniskus- und Kreuzbandrisse, seien es sicher gewesen. Dennoch hat Jens Nowotny durch die jahrelange Zusammenarbeit mit den Ärzten auch heute, nach Abschluss der aktiven Karriere, noch ein ganz besonderes Vertrauensverhältnis. Psychologische Betreuung musste Nowotny nie in Anspruch nehmen. Eine ganze Minute hat er beim Sportpsychologen des DFB verbracht. Seine Aussage „Er schaute mich an und sagte du bist vollkommen stabil, wir haben nichts zu bereden“, sorgte für einiges Erstaunen im Publikum. Nowotny kritisierte hierbei aber auch die Art und Weise, wieso immer neue Einflüsse, wie beispielsweise ein Teampsychologe oder Ernährungsberater, Einzug in den Profisport finden. „Es geht hier zunächst immer nur um Leistungssteigerung und nicht um den Menschen an sich“, so Nowotny. Michael Scharf, Leiter des Olympiastützpunkt Rheinland und selbst ehemaliger Top-Athlet im Modernen Fünfkampf, kann durch die jahrelange Arbeit mit verschiedenen Kaderathleten ebenfalls auf langjährige Erfahrung bei der Betreuung von Sportlern zurückblicken. Auch bei den sogenannten Randsportarten versucht jeder für sich selbst das Maximum herauszuholen. „Ob es nun die Teilnahme an Olympia oder eine Medaille bei Welt- und Europameisterschaften ist. Jeder versucht sein Leistungsmaximum immer etwas höher zu schieben und opfert dafür sehr viel. Gerade hier sehen wir uns auch im Olympiastützpunkt als Partner der Athleten und vor allem der Nachwuchsleute, um hier bei gesundheitlichen Fragen Hilfestellung zu geben“, so Scharf. Im Anschluss an die heitere Runde nahm das Publikum die „Nachspielzeit“ noch rege für Fragen an die Gäste wahr.

Abschließend verloste der Partner des Abends, die Techniker Krankenkasse noch zwei Karten für das Spiel Borussia Dortmund – Hertha BSC sowie zwei Amazon-Gutscheine. Geschlossen wurde der Abend mit der Spendenübergabe an die WestfalenSport-Stiftung. Im Rahmen des ersten RevierSportTalks im Oktober vergangenen Jahres wurden der BiTS Trikots der Revierklubs zur Verfügung gestellt. „Wir haben uns dann entschlossen die Trikots für einen guten Zweck zu versteigern und sind dabei auf die WestfalenSport-Stiftung gekommen“, erläuterte Michael Denninghoff, Dekan des Fachbereichs International Service Industries an der BiTS, dazu. Gundolf Walaschewski als Vorsitzender der WestfalenSport-Stiftung nahm den Scheck über 700€ sowie 2 signierte Trikots entgegen und war sichtlich begeistert von der Aktion. „Wir haben viele Projekte, die wir damit unterstützen können. Ich denke da an unseren Austausch mit dem namibischen Fußballverband. Mein Dank gebührt der Hochschule für diese tolle Aktion“, führte Walaschewski aus und beendete damit den unterhaltsamen Abend an der BiTS.

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