• RTL Summer School in Köln

    BiTS-Studierende bei der RTL Summer School

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    Mona Kühlewind ist dabei

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    Kim ist dabei!

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BiTSler bei der RTL Journalistenschule - Tagebuch

BiTSler bei der Summer School der RTL Journalistenschule in Köln! Unsere Studentinnen Mona Kühlewind und Kim von Ciriacy sind dabei und können durch das Stipendium einen spannenden Einblick erleben - an dem sie uns hier in ihren beiden Tagebüchern teilhaben lassen. Eine Berlinerin und eine Hamburgerin schnnuppern Köllsche Luft - wir sind gespannt!

31. August 2015
TAG 1: RTL TV SUMMMER SCHOOL - Mona's Diary, I.

Die ersten Teile der ersten Episode von „Mona’s Diary: Journalismus ist die beste Medizin“ sind im Kasten. Die Dreharbeiten begannen heute morgen pünktlich um 10:00 Uhr am Hauptdrehort, den die RTL Journalistenschule in Köln darstellt. Nach einer halbstündigen Begrüßung und Einführung in die kommenden fünf Arbeits- und Produktionstage, die dem Team von 20 jungen Journalisten bevorstehen, begann man auch schon mit der Produktion. Mit dem „Markt für Bewegtbild“, also dem Bewegtbild auf allen Kanälen, sei es linear, on demand, connected, social, mobil, startete die erste Aufnahme. Drehbuchautor, Jürgen Sweczyk, führte das Team dabei durch die Erstaufnahme. Erforscht und Aufgenommen wurde dabei der Fernseher als „Multi Media Terminal“. Zuschauer der neuen Serie „Mona’s Diary“ dürfen sich auf einen interessanten Perspektivenwechsel freuen, der den Fernseher nicht nur als Gerät zum fernsehen veranschaulicht, sondern ihn auch als aktiven Kommunikationskanal darstellt. Genauer gesagt, ohne Ihnen dabei zu viel zu verraten, geht es hierbei um den „Red Button BH TV“, die „Smart TV Plattform“, sowie „Freies Internet Browsen“. Spannend wurde es vor allem, als das Team sich am Set der neusten Innovation befand: dem Ultra HD TV. Da machte ihnen das „shooten“ besonders Spaß. Nach einer kleinen Stärkung machte sich das Team auf den Weg zum zweiten Drehort, den endomol beyond Studios. Die dort gedrehte Szene fällt unter den Namen „Exkursion: Webvideo vor Ort“ und wird den Zuschauern von „Mona’s Diary“ einen tiefen Einblick in die Strategien des international operierendem Fernsehproduktions- und Entwicklungsunternehmens geben, sowie einen Blick hinter die Kulissen präsentieren. Das Team durfte nämlich nicht nur in öden Seminarräumen drehen, sondern auch in Studios sämtlicher Youtuber, die von endomol beyond unterstützt werden. Um 16:00 Uhr machte sich die gesamte Crew dann auf den Weg zum letzten Drehort, dem Multi-Channel-Netzwerk Mediakraft. Große Neugier und hohe Erwartungen drehten im Team ihre Runden. Schließlich gilt das Network zu den führenden Betreibern von Youtube-Netzwerken in Deutschland. Auch hier bekam das Team die Möglichkeit vor und hinter den Kulissen zu filmen und bekam sogar die einmalige Gelegenheit mit Youtubern zu drehen. Nach acht Stunden harter Drehbucharbeiten verließ das Team das Set und verteilte sich in alle Richtungen. Hauptdarstellerin Mona Kühlewind trieb es an den Kölner Dom, um den ersten Tag am Set, und damit auch ihren ersten Tag im „Journalismus“, Revue passieren zu lassen. Morgen startet ein neuer Drehtag. Seien Sie gespannt auf die kurze Review und den kleinen Einblick hinter’s Set von „Mona’s Diary“. Und bevor wir es vergessen: Seien Sie auch bei der großen Auflösung am kommenden Freitag dabei, wenn es um 20:15 Uhr auf RTL dann heißt „Mona’s Diary: Journalismus ist die beste Medizin“. Ob sich der Journalismus am Ende wirklich als beste Medizin bewährt hat? Wir werden es sehen.

TAG 1: RTL TV SUMMMER SCHOOL - Kim von Ciriacy's Tagebuch, I.

Eine Woche RTL TV Summer School. Klingt gut, ist es auch. Nach einer turbulenten Anreise gestern nach Köln, ging es für mich heute früh los in die TV Summer School 2015 „Innovation für Bewegtbild“ von RTL. Nach einer kurzen Einführung über RTL und die Summer School im Allgemeinen, sind wir richtig in den Tag gestartet. Jürgen Sewczyk von JS Consult Ingenieurbüro und Medienberatung, der selbst lange Zeit für RTL gearbeitet hat, hielt einen Vortrag über Smart TV´s und deren Zukunft in der schnelllebigen Medienlandschaft. In diesem Zuge wurde das Thema Second Screen angeschnitten. Besonders interessant jedoch, der Aspekt, dass es in Zukunft durchaus möglich sein kann, dass Smart Tv´s für soziale Aspekte genutzt werden könnten. So muss jemand der krank oder sehr alt ist, sich vielleicht nicht mehr aus dem Haus quälen um zum Arzt zu gehen, sondern kann über die Kamera des Smart Tv direkt mit dem Arzt kommunizieren. Auch haben diejenigen die Möglichkeit, die weit von zu Hause weg leben, ihre Familie direkt groß und mit hoher Auflösung im Wohnzimmer zu haben – einfach auf dem Fernsehbildschirm. Spannend, fand ich.

Doch mein Highlight des Tages war definitiv die anschließende Exkursion. Zuerst ging es zu endemol beyond und danach zu Mediakraft. Beide Firmen sind auf Youtube spezialisiert, produzieren eigene Youtube Formate, unterstützen Youtuber und verwalten Netzwerke. Endemol arbeitet beispielsweise mit Joko und Klaas zusammen. Ein bekannte Youtube-Kanal von endemol beyond ist der “Survival Guide“. Kanäle von Mediakraft sind beispielsweise „die Filmfabrik“ und „Was geht ab!?“. In beiden Firmen wurden wir durch die Räumlichkeiten geführt und haben uns die einzelnen Studios angesehen, die im Original übrigens viel kleiner sind, als sie auf dem PC-Bildschirm wirken. Zudem hatten wir die Möglichkeit Youtuber von „Was geht ab?!“ und „die Filmfabrik“ auszufragen.
Alles in allem ein sehr gelungener erster Tag! Das macht Freude auf morgen.


01. September 2015
TAG 2: RTL TV SUMMMER SCHOOL - Mona's Diary, II.

Der zweite Drehtag am Set von „Mona’s Diary: Journalismus ist die beste Medizin“ neigt sich dem Ende. Während in Köln nach und nach die Lichter der Kneipen angehen, gingen die Lichter am Set bereits um 18:00 Uhr aus. Ein langer Tag mit acht intensive Arbeitsstunden, aber auch viel Spaß und neuen Erfahrungen, liegt nun hinter dem Team. Gefilmt wurde der komplette Tag am Hauptdrehort - die RTL Journalistenschule in Köln. Die erste Szene die man um 10:00 Uhr anfing zu filmen, fiel unter den Namen „Tv wirkt“. Ganze drei Stunden arbeitet das Team, dieses Mal unter der Leitung von Jochen Voß, dem Crossmedia Producer der Prime Productions GmbH, am Set. Im Scheinwerferlicht durfte das Team die neusten Trends bei TV-News und -Magazinen kennenlernen. Interessant wird es für die Zuschauer von „Mona’s Diary“ besonders, wenn es darum geht, wer auch journalistisch unterwegs ist. Das sind nämlich weitaus mehr als die Tageszeitung, die BILD und der Spiegel. Sondern auch Onlineportale, Verlage, Videoblogger und YouTuber.

Die Szene die am Vormittag gefilmt wurde, wird den Zuschauern vor allem einen Einblick in die Welt von Crossmedia führen, in der Print, Web, Social media, Game, Film und sogar auch TV miteinander vernetzt werden. Diese Szene hat auf jeden Fall einiges zu bieten, soviel sei verraten! Allerdings gab es auch eine kleine Hürde, die es während der Dreharbeiten am Vormittag zu überwältigen galt. Denn die Wichtigkeit von Bewegbild stößt an ihre Grenzen, das steht fest und das kam auch das Team zu spüren. Als es nämlich um journalistische Darstellungsformen ging, kam man mit dem „Bewegtbild“ nicht weiter. Denn wie kann man beispielsweise aus einem „Bewegtbild“ zitieren, oder eine wichtige Stelle markieren? Richtig, gar nicht. Dafür braucht es Text, Wort und Schrift. Nach dieser „kleinen Enttäuschung“ gab es für das Team erstmal eine wohlverdiente Mittagspause. Um 14:00 Uhr ging es dann aber auch schon weiter. Jochen Voß verließ das Team und übergab an Micha Lorenz. Micha Lorenz, der Creative Production Director der fischerAppelt Gruppe, der extra aus Berlin anreiste, führte das Team durch die letzte Szene, die es noch um 18:00 Uhr im Kasten sein sollte.

„Mona’s Diary“ startete somit um 14:00 Uhr mit den Dreharbeiten für die Szene „Formate der Bewegtbildkommunikation“. Hierbei ging es vor allem um Corporate Video, Video PR, Content Marketing, Branded Entertainment und Videomarketing. Ziemliches Neuland, was das Team auch ordentlich zu spüren bekam, als es die letzte Stunde um viel Eigenleistung, aber auch Teamfähigkeit ging. Das Team bekam die „noch einfache Aufgabe“ sich in 5er-Gruppen zusammenzufinden und dann die „schwierige Aufgabe“ sich einer praktischen Arbeit zu widmen. Die Arbeit sah im Groben folgendermaßen aus: Eine Firme bekommt fünf neue Geschäftsführer und diese sollen im Intranet dem Unternehmen von 5.000 Mitarbeitern, ohne „Fun Facts“, sondern freundlich und vertrauensbildend, vorgestellt werden. Dafür galt es dann ein Konzept zu entwickeln, was innerhalb von einer halben Stunde dem restlichen Team präsentiert und abgedreht werden. Eifrig und immer noch hoch motiviert, fanden sich die kreativen Köpfe in Kleingruppen zusammen und machten sich an die Arbeit. Tolle und vor allem kreative Ergebnisse entstanden, die neben vielen positiven Reaktionen aber auch auf ein klein wenig Kritik bei Micha stießen, vor allem bei der Kostenfrage. Aber das ist ja auch irgendwie abzusehen, wenn er dem Team eine Aufgabe stellt, bei der NUR 25.000€ für Planung und Realisierung zur Verfügung stehen, oder? Am Ende verabschiedete man sich aber mit lautem Applaus und verließ die Journalistenschule mit großer Freude auf den morgigen Arbeitstag. Und apropos Freude. Schalten sie unbedingt ein, wenn die Serie „Mona’s Diary: Journalismus ist die beste Medizin“ am Freitag Abend zum ersten Mal auf Sendung geht. Ob der Journalismus sich dann wirklich als wunderwirkende und die beste Medizin bewähren wird?

TAG 2: RTL TV SUMMMER SCHOOL - Kim von Ciriacy's Tagebuch, II.

Zweiter Tag RTL TV Summer School und diesmal habe ich den Weg sogar direkt gefunden. Ist eigentlich auch gar nicht so schwer, wenn meine Orientierung nicht so schrecklich wäre. Um 10 Uhr ging´s los. Jochen Voß, Crossmedia Producer bei der heute-show war Gast und diskutierte mit uns darüber, warum TV Sender überhaupt online Präsenz zeigen und zeigen sollten. Eine Frage über die ich mir um ehrlich zu sein noch nie wirklich Gedanken gemacht habe. Ich meine, es ist eben so. Der Diskurs hat mich erst wirklich zum Nachdenken angeregt. Ein Fakt, den ich immer sehr begrüße. Zudem drehten sich die Gespräche und der Vortrag seitens Jochen Voß um die Frage, was ein Video mit sich bringen muss um im Internet erfolgreich zu sein. Im Zuge dessen haben wir uns das Format #3sechzich des wdr angesehen, diskutiert und bewertet. Ein weiterer Punkt, den ich bis dato noch nie wirklich ins Auge gefasst hatte ist, dass sich unsere komplette Wahrnehmung der Welt durch die Digitalisierung in dem Maße verändert, dass nur noch hypertextuell gedacht wird. Vom in sich geschlossenen Buch, das einen festgelegten Anfang und ein Ende hat, sind wir nun in einer Gesellschaft angekommen, in der sich jeder seinen eigenen Text im Internet zusammen stellt. Immer geleitet durch Hyperlinks. Interessant, sich das mal wirklich vor Augen zu führen und am Ende viel weitläufiger als man zunächst denkt.

Nach einer Mittagspause in der Kantine ging es weiter mit einem Vortrag von Creative Production Director Micha Lorenz und anschließender Gruppenarbeit. Micha Lorenz führte uns in die verschiedenen Formate der Bewegtbildkommunikation ein. Themenfelder wie Video PR und Videomarketing wurden besprochen. In der anschließenden Gruppenarbeit haben wir in Sechser-Gruppen unter bestimmten Vorgaben einen internen PR-Film skizziert und diese später vorgestellt. Alles in allem ein spannender Tag. Ich freue mich auf morgen.


02. September 2015
TAG 3: RTL TV SUMMMER SCHOOL - Mona's Diary, III.

Liebste Grüße aus Köln sendet das Team der neuen RTL Serie „Mona’s Diary: Journalismus ist die beste Medizin“ an alle BiTSler.
Der dritte Drehtag ist nun auch geschafft.

Ein Tag, der dem jungen, sehr innovativem und vor allem ehrgeizigem und wissbegierigem Team sicherlich lange in Erinnerung bleiben wird. Denn heute wurde es emotional. So viel vorab.
Um 10:00 Uhr am frühen Vormittag hieß es zum dritten Mal „Klappe zu. Film ab“. Gedreht wurde wieder am Hauptdrehort - die RTL Journalistenschule in Köln. Allerdings wurde das Team auch heute von neuen Gesichtern überrascht. Am Vormittag begrüßte Frederik Fischer, Gründer von http://tame.it, das Team. Neben dem neuen Filmmaterial „Mit Bewegtbild erfolgreich starten!“, das er exklusiv aus Berlin mitbrachte, brachte er auch einiges an Dynamik und Emotion mit in die Runde. Doch was Frederik Fischer auch mit in die Runde brachte, war eine völlig neue Welt, die Welt des „Crowdfundings“ und des „Crowdinvestings“. Diese Welt stieß zunächst auf fragende Gesichter. Worte wie „Hä?“, „Was?“, „Wie bitte?“, „Können Sie das nochmal wiederholen“, sprangen durch den Raum. Als Frederik Fischer allerdings erklärte, was genau „Crowdfunding“ und „Crowdinvesting“ bedeutet, wechselte schnell der Wortgebrauch des Teams. Worte wie „Wow“, „Super“, „Wahnsinn“ drehten plötzlich die Runde.
Als die jungen Köpfe des Teams dann selber einmal vor der Kamera ihre Crowdinvesting- oder Crowdfunding-Konzepte am Set präsentieren durften, konnte das Team gar nicht mehr genug bekommen. Manch einen konnte man sogar dabei erwischen, wie er leise, still und heimlich anfing Ideen für ein eigenes Konzept zu entwickeln.

Von dem neuen Spray, das die Brille bei Wind und Wetter schützen soll, über „ferngesteuerten“ YouTuber, bis hin zur Flüchtlings-App, gab es einiges zu hören und viel zum Lachen. Sowohl vor, als auch hinter der Kamera. Da vergaß manch einer sogar die Mittagspause, und somit arbeitete man bis in die Pause hinein.
Um 13:15 Uhr war die Szene im Kasten, die einiges an Emotionen verspricht.

Nachdem die dann doch hungrigen Mäuler der Crew gestillt wurden, ging es um 14:00 Uhr auch schon vor die Kamera zurück. Und weil der Zuschauer ja schließlich Abwechslung wünscht, besuchte wieder ein neues Gesicht das Team. Dieses Mal eine Dame. Michaela Lamprecht-Weins, der IP Deutschland GmbH, führte das Team durch den Nachmittag, der rund um die Vermarktung von Bewegtbild gedreht wurde. Gibt es eine Zukunft der TV-Werbung? Wenn ja, wie sieht diese aus? Diese und weitere interessante Fragen beantwortete das Team während der Dreharbeiten am Nachmittag. Für einen emotionalen Abschluss sorgte reichlich Videomaterial, das dem Team zusätzlich zur Verfügung gestellt wurde und einen Einblick in verschiedene Werbespots, der IP Deutschland, ermöglichte. Am Ende der Dreharbeiten verabschiedete man sich mit kräftigem Applaus und großer Neugier auf den morgigen, und somit vorletzten, Drehtag.

Am Freitag dann das große Finale auf RTL. Wird sich der Journalismus wirklich als beste Medizin beweisen? Schaut einfach rein, wenn es heißt „Mona’s Diary: Journalismus ist die beste Medizin“.

TAG 3: RTL TV SUMMMER SCHOOL - Kim von Ciriacy's Tagebuch, III.
Halbzeit. Mittwoch, der 2.September und ein weiterer ereignisreicher Tag neigt sich dem Ende. Heute Morgen ging´s los mit einem Vortrag von Frederik Fischer, Gründer des Analyse Tools tame.it und ehemaliges Mitglied der Krautreporter. Anschließend ein Diskurs über Crowdfunding beziehungsweise Crowdsourcing. Im Zuge dessen haben wir uns einige Crowdfunding und Crowdinvesting Videos angesehen und diese besprochen. Ein interessantes Beispiel für Crowdfunding ist Projekt Silva. Zwei Männer, die einen Schatz in den Rocky Mountains suchen, von dem niemand weiß ob es ihn wirklich gibt. Immer begleitet von einer Kamera. Für dieses Projekt sollten per Crowdfunding 15.000 € gesammelt werden. Am Ende waren es dann 16.240 €. Das Projekt also eines der besonders erfolgreichen Crowdfunding Aufrufe. Leider ist das nicht der Regelfall. Anschließend haben wir uns in Gruppen aufgeteilt und eigene Crowdfunding- und Crowdinvesting Projekte entworfen und später vorgestellt.

Zum Mittagessen ging es wie immer in die große RTL Kantine. Ein bekanntes Moderationsgesicht haben wir dort leider noch nicht gesichtet. Nach der Pause dann, ein Vortrag über die Zukunft von Werbung im TV und Video-Advertising. Fakten und Zahlen, wie Werbung wirkt und wie Werbung eingesetzt wird, wurden durchgesprochen. Interessant war die Frage, in welche Richtung TV Werbung in Zukunft läuft und ob sie sich bald so personalisieren lässt, wie es schon teilweise im Internet passiert. Michaela Lamprecht-Weins von IP Deutschland gab uns einen Einblick in dieses Feld. Unterhaltsame Geschichten über „Das Dschungelcamp“ oder „Der Bachelor“ blieben dabei nicht aus.
Ich freue mich auf morgen.

 

TAG 4: RTL TV SUMMMER SCHOOL - Kim von Ciriacy's Tagebuch

Heute ging es wieder um 10 Uhr los. Meinolf Ellers, Geschäftsführer von dpa-infocom war zu Gast. Die Headline: Innovation. Genauer gesagt ging es darum, dass das Verleger Dasein in Deutschland langsam ausstirbt. So ersetzte Wikipedia beispielsweise Brockhaus Lexika. Konsumenten zeigen kaum noch Treue und Loyalität einer Marke gegenüber, sowohl  den Journalismus betreffend, als auch generell. Die Alternativen hingegen sind größer und attraktiver als jemals zuvor. Im Zuge dessen, haben wir uns darüber ausgetauscht wie diese Problematik global gehandelt wird. Neue US-Verleger wie BuzzFeed oder Vox Media wurden diskutiert. Immer geleitet von der Frage: Wie schaffe ich einen Wert? Auch ging es darum, was es braucht um ein erfolgreiches Startup zu gründen.

Nachmittags hatten wir Nils Grannemann, Geschäftsführer des Fachinstituts Betriebswirtschaft und Medien zu Besuch. Er hielt einen Vortrag über Innovationsmanagement. Über den Weg von der Idee zum schlussendlichen Produkt. Fünf Schritte sind dabei maßgeblich. Erstens: Das Geschäftsmodell erkennen. Zweitens: Das Geschäftsmodell entwickeln. Drittens: Das Geschäftsmodell durchdringen. Viertens: Das Geschäftsmodell pitchen. Fünftens: Das Geschäftsmodell managen. Doch wie erkenne ich denn nun ein Geschäftsmodell? Und noch viel wichtiger: Wie pitche ich dieses und was steckt hinter der Worthülse „managen“? Darum ging im weiteren Verlauf des Tages.

Eine Projektarbeit zum Thema Webvideo Strategien folgte. Jürgen Ohls, Redaktionsleiter von probono und Frank Müller, Chefradakteur von RTL interactive stellten uns jeweils eine Problemstellung vor, die wir dann in kleinen Gruppen diskutiert haben. Morgen werden wir zu einem Abschluss kommen.

 

TAG 4: RTL TV SUMMMER SCHOOL - Mona's Diary

Und am Ende gelangt man immer wieder zu ein und derselben Fragestellung „Wo ist die Zeit bloß geblieben?“ So verging auch der vorletzte Drehtag am Set von „Mona’s Diary: Journalismus ist die beste Medizin“ wie im Flug.
Die Kölner Journalistenschule von RTL stellte auch an diesem Tag wieder den kompletten Drehort zur Verfügung und ließ viel Platz zur freien Entfaltung von Kreativität und jeder Menge Journalismus.
Bereits der Vormittag brachte viel zu wenig Zeit, aber dennoch einiges an lehrreicher und spannender Information mit sich.

Der Geschäftsführer dpa-infocom und CMO next media accelerator Meinolf Ellers führte das Team von „Mona’s Diary“ durch die Szene „Innovation für Information“. Mit ans Set brachte er, neben jahrelanger Erfahrung im Journalismus, einiges an Kenntnis über Trends und Perspektiven und Material für die Entwicklung und Beförderung von Innovationen. Meinolf Ellers, den das Team vor allem als einen Mann kennenlernen durfte, der nicht gerade ungern das Risiko eingeht, führte das Team nicht nur durch die Vormittags-Szene. Er schickte es gleichzeitig in seine Welt des Journalismus. In seine Welt, in der Absicherung der Tod von Innovation ist. In der man Risiken eingehen muss, die verschiedensten Erlöstöpfe ausschöpfen sollte, und die eigene „Comfort Zone“ verlassen muss.„Sind wir in der Lage den Ast abzusägen, auf dem wir jetzt sitzen?“, war eine ganz zentrale Frage, die er dem Team stellte und die einige zum Nachdenken anregte.

Um 12 Uhr war die Szene im Kasten und Ellers verabschiedete das Team am Set mit den Worten Steve Jobs „Stay hungry, stay foolish“.
Nach zwei Stunden Dreharbeiten durfte das Team dann auch schon in die frühe Mittagspause gehen, die für die meisten noch zu früh war. Somit gab es für die meisten nur einen kleinen Salat, was aber sehr zum Gunsten der Nachmittags-Dreharbeiten kam. Aber dazu später. Pünktlich um 13 Uhr tanzte das Team wieder am Set an. Zuerst drehte man „Innovationsmanagement die Erste“.Hierbei die ganz zentrale Fragestellung „Wie bekomme ich Impulse? Wie gelange ich an Ideen für neue Konzepte?“ Unter der Leitung von Nils Grannemann, dem Geschäftsführer des Fachinstituts Betriebswirtschaft & Medien, der IMF, bekam die Kamera einiges an Strategien und Techniken vor die Linse. Von den „richtigen Tools“, bis hin zu unterschiedlichen Kreativitätstechniken wird den Zuschauern von „Mona’s Diary“ auf jeden Fall einiges geboten.

Nach 90 Minuten wurde Nils Grannemann für zwei Stunden von Jürgen Ohls, dem Redaktionsleiter von probono, und Frank Müller, dem Chefredakteur von RTL interactive, abgelöst. Während Grassamens Pause zum durchatmen bekam, bekam das Team umso mehr Input. Doch nicht nur mehr Input, sondern auch immer mehr Hunger. Da erinnerte sich manch einer aber schnell an die Floskel „Journalismus ist die beste Medizin“ und probierte möglichst viel „Journalismus“ von Ohls und Müller aufzuschnappen. Auch dem Team war bewusst, dass die Dreharbeiten sich dem Ende neigen und das der Serie „Mona’s Diary: Journalismus ist die beste Medizin“ noch der entscheidende Punkt fehlt. Der Punkt, der nochmal alles zusammenfasst. Der Punkt, bei dem die Zuschauer sagen „Hey, das war super. Das werde ich mir merken“. Und der Punkt, bei dem das Team am Set sagt „Hey, das war eine tolle Zeit. Die werden wir so schnell nicht vergessen“. Und um genau diesen Punkt zu erzeugen stellte man dem Team eine große Aufgabe, die das Team selbständig, in kleinen Gruppierungen, bis morgen Nachmittag lösen soll, bevor das Ganze dann abgefilmt werden soll.

Dabei spielten Müller und Ohls zwei ganz wichtige, wenn nicht sogar die wichtigsten, Rollen. Beide führten das Team in die Projektarbeit ein, indem sie zwei Webvideo Strategien aufzeigten, für die es dann galt ein neues Konzept zu entwerfen. Ohls präsentierte die Webvideo Strategie für eine Produktionsfirma, während Müller die Strategie eines TV-Unternehmens am Beispiel RTL aufzeigte. Nun lag es an jeder Gruppe selbst sich für eine Strategie zu entscheiden und für diese dann ein neues Konzept zu entwickeln.

Die letzte halbe Stunde startete man mit der „Kreativphase“. Ganz plötzlich wurde aus den soeben noch jungen Menschen, richtige erwachsene Journalisten. Zum ersten Mal fingen sie an die Medien aus einer anderen Perspektive zu betrachten. Die Website von RTL wurde zum ersten Mal nicht aufgerufen, um die aktuellen News abzurufen, sondern um sich ein neues Layout für die Website zu überlegen. Auch bei Twitter, Facebook und Co. wurde nicht geposted, sondern lediglich nach Werbeideen gesurft.

Um 18:00 Uhr verließ das Team die Räume von RTL. Einige bereits mit dem Gefühl „ein kleiner Journalist“ zu sein. Doch ob dieses Gefühl sich noch bei allen durchsetzen wird und der Journalismus sich wirklich als beste Medizin herausstellen wird? Seid gespannt und schaltet auch morgen wieder ein, beim GROßEN Finale von „Mona’s Diary: Journalismus ist die beste Medizin“

TAG 4: Miriam Hofmann-Unverhau, Larissa Benz & Jasmin Jarosch berichten von ihrem Tag:

Ob Buzzfeed, Mashable oder Vox Media, Meinolf Ellers erklärt alles zu den Innovationen für die Information.
Der Geschäftsführer der dpa-infocom begrüßte uns heute morgen als erster Referent.

Doch welche Innovationen fehlen Deutschland, die Länder wie die Schweiz und die USA bereits haben? Und hat Deutschland überhaupt die Möglichkeit hinterher zukommen?
Viele neue Verleger-Formen bestehen bereits in anderen Ländern und Deutschland kann nur noch kopieren oder kooperieren.
Die Herausforderungen bestehen in eben genau diesen Kooperationen mit guten Start-Ups und wie man frühzeitig an diese heran kommt. Das Know-How der digitalen Verleger muss genutzt werden und mit den anderen Branchen sinnvoll verknüpft werden.
Mittagspause. Die meisten von uns rennen schnell zum Buffet, um sich den Bauch mit leckeren Gerichten und Nachtisch vollzuschlagen. Wir gehen kurz in den Keller - hier gibt es den Ausverkauf von RTL Style. Taschen, Tücher und Accessoires der Moderatoren werden für kleines Geld weitergegeben.

Wieder im Konferenzraum begrüßt uns schon ein bekanntes Gesicht. "Mediennutzung steigt kontinuierlich", meint Nils Grannemann, unser zweiter Referent - er gab auch an der BiTS Iserlohn bereits Vorlesungen. Er erklärt, dass trotz guter Marktentwicklungen auch eine hohe Unsicherheit in den Medien herrscht. Aber warum? Auch hier geht es wieder um Herausforderungen - große Herausforderungen, die Medien heute meistern müssen. Als Beispiel: Die Differenz zwischen den Anforderungen der Nachfrager und der Dichte der Anbieter wird immer größer. Denn Anbieter liefern Informationen und Werbung, wobei Nachfrager persönliche Erfahrungen und Erlebnisse präferieren.
In seiner gewohnt lockeren Art sorgt er nicht immer nur für gute Stimmung, sondern bekommt auch die Aufmerksamkeit und einige Lacher des gesamten Kurses geschenkt.
Der Redaktionsleiter Jürgen Ohls der probono Fernsehproduktion stellt uns die erste mögliche Aufgabe der Gruppenarbeit vor. In der Projektarbeit sollen wir Webvideo-Strategien für probono entwickeln, die wir am Freitag in einer 15-minütigen Präsentation vorstellen sollen. Erstaunlich ist, dass das Internet mehr und mehr die Struktur des Fernsehens übernimmt und vice versa: So laufen zum Beispiel auf Amazon jeden Montag dieselben Folgen. Im Fernsehen gibt es immer neue Formate, die YouTube-Trends aufnehmen. Das Format "heute-plus" versucht Jump-Cuts aufzunehmen und so eine neue Zielgruppe anzusprechen.

Der Redaktionsleiter motiviert uns zu viel Kreativität mit dem Satz: "Ich kann mich nicht erinnern, als Journalist mehr Freiheit gehabt zu haben."
Für die Beantwortung der Aufgabe ist es wichtig, dass wir wissen wie aussichtslos es ist, mit einer Online-Strategie Geld zu verdienen. Es gibt dennoch viele bisher ungenutzte Chancen, weil es online nicht viele gut recherchierte Themen als Videos gibt.
"Hier ist der Onkel aus der Alten Welt" begrüßt Frank Müller uns. Nachdem der RTL interactive Chefredakteur uns wie viele andere zuvor das Du anbietet, stellt er sich kurz vor. RTL sieht sich nicht als Bildungsbeauftragter, sondern in erster Linie als Unterhalter, der seine Fans jeden Tag einmal auf einer großen Straße trifft und sie begeistern möchte - mit ganz viel Traffic. In der Vergangenheit schwenkend, erzählt er von den ersten Autotelefonen für umgerechnet 3500€. Wenn sein Chef zu einem Termin fuhr, wusste er die Strecke und konnte in einer Liste nachschlagen, welche Vorwahl denn nun der Mast in der Nähe seines Chefs hat. Er unterscheidet zwischen Zielen des Senders - die Zuschauerbindung und -gewinnung. Und den Zielen der Verticals wie die Internetseiten Frauenzimmer, Kinderstube oder Kochbar - Werbeeinnahmen.

Als wichtigste Traffic Quellen sieht er Google und gut konzipierte Seiten, die darüber gefunden werden, sowie die Social Media Plattformen.
Zu unserer Aufgabe: Wir müssen uns entscheiden - entwickeln wir ein neues Format für Probono oder konzipieren wir eine neue Idee für die Website von RTL.
Wir sind gespannt welche kreativen Ideen wir am letzten Tag zusammen sammeln konnten.

TAG 5: RTL TV SUMMMER SCHOOL - Kim von Ciriacy's Tagebuch

Letzter Tag der RTL Summer School und ich bin fast schon ein bisschen traurig, dass es nun vorbei ist. Der komplette Tag drehte sich darum, wie man zu einer Idee kommt, diese weiterentwickelt und später richtig pitcht und vorstellt. Drei Gruppen beschäftigten sich damit, eine neue RTL Webseite plus Zusatz-App für RTL interactive zu kreieren. Die vierte Gruppe suchte nach einem neuen Format und Inhalt für die Internetpräsenz  der Fernsehproduktion probono GmbH. So ging es im einen Fall um den Aufbau, im anderen darum, Content zu schaffen. Jeder konnte sich das aussuchen, was ihm am besten liegt oder eben einmal etwas Neues austesten. Punkt für Punkt hangelten wir uns durch alles bisher Gelernte. Vom hitzigen Brainstorming bis zur späteren Präsentation einer fertigen Idee dauerte es den ganzen Tag. Allerdings, mit Erfolg!

Die fertigen Projekte präsentierten wir am Nachmittag dann Frank Müller, Chefredakteur von RTL interactive, und Jürgen Ohls, Redaktionsleiter von probono. Diese gaben ausführlich Feedback, Hinweise und Tipps.  Frank Müller stellte im Anschluss den tatsächlichen Neuaufbau der RTL Webseite vor.

In den letzten fünf Tagen habe ich mehr neue Eindrücke und Wissen gesammelt als ich mir erhofft hatte. Ich habe interessante und begabte Menschen kennenlernen dürfen und bin meiner Entscheidung, in welche Richtung es mich nun später einmal wirklich zieht, ein kleines Stückchen näher gekommen. Darauf erstmal ein Kölsch! 

TAG 5: RTL TV SUMMER SCHOOL - Mona´s Diary 
Das große Finale heute an der RTL Journalistenschule in Köln. 
 „Mona’s Diary: Journalismus ist die beste Medizin“ ging heute zum ersten Mal auf Sendung und erreichte unglaubliche, fast utopische Einschaltquoten. 
Millionen Zuschauer stürmten den TV-Kanal des Senders und verfolgten die erste Episode vom Sofa aus. Tausende Menschen surften nebenbei im Netz und durchforsteten das Internet nach Hintergrundinformationen und spannenden Insights. Die Website des TV-Senders wurde so häufig, wie in den letzten zwei Monaten nicht mehr, angeklickt. Und auch die Facebook Profile der zwanzig Teamkollegen erhielten einige Aufrufe. Manch einer konnte sich vor Freundschaftsanfragen gar nicht mehr retten. Von Twitter Profilen, Snapchat- und Instagram Accounts wollen wir besser gar nicht erst reden. 

Doch was genau machte die Serie auf einmal so publik? Was und vor allem wer steckt dahinter?
Dazu haben wir unsere rasende TV-Reporterin und Gossip-Tante Nr. 1 auf einen kleinen Ausflug geschickt, der sie hinter die Kulissen von „Mona’s Diary“ brachte und der ihr ein exklusives und ganz persönliches Interview mit der Hauptdarstellerin Mona Kühlewind eröffnete. 
Seien Sie gespannt. 

Hallo Mona. Hast du einen Moment Zeit?
"Huch!“ Sie schreckt zurück und antwortet mit einem zögerlichen „Eh, eh … Ja."

Warum so schreckhaft? Ich möchte Dir bloß ein paar Fragen stellen.
Gegenfrage. Sind sie in ihrem Leben schon einmal 10 Jahre über Nacht gealtert? Wurden Sie schon jemals über Nacht in eine neue Welt geführt? In eine Welt, die Sie plötzlich nicht mehr loslässt? Die Sie gefangen hält und Ihnen gleichzeitig eine neue Perspektive eröffnet? Haben Sie schon jemals ein Medikament gefunden, dass Ihnen Genesung ohne Einnahme von bitteren Tabletten, ekelhaften Säften und Kapseln so groß wie Walnüsse, verspricht?

Nein. Wieso?

Weil es mir so geht. Ich fühle mich, als würde keine eins vor der acht mehr stehen, sondern eine zwei. Ich fühle mich so, als würde ich plötzlich in einer neuen Welt leben, die ich nicht mehr verlassen will. 

Wie sieht diese Welt aus?
Überall laufen verrückte Journalisten rum. Manche rennen mit Kamera durchs Haus. Andere halten das Mikrofon in der Hand und wieder andere versuchen sich an Stift und Papier. Alles ist so bunt und unheimlich vielfältig. Alles sind so unterschiedlich, und doch irgendwie gleich. Alle bringen Neugier mit, Kreativität, neue Ideen und Innovationen. Alle tun es auf ihre Art, alle sind auf ihre Art Journalist. Aber zusammen tun sie alle dasselbe. Sie machen Medien. 

Und wo siehst du dich in dieser Welt?
Ich sehe mich nach diesen fünf Tagen Dreharbeiten irgendwie schon als Teil von ihnen. Ich fühle mich journalistisch. Wie eine richtige Journalistin eben. Vielleicht bin ich noch nicht auf „Promi-Jagd“ und auf der Suche nach den neusten „VIP-News“. Vielleicht stehe ich noch nicht vor der Kamera live aus aller Welt. Vielleicht renne ich George Clooney auch noch schreiend hinterher, als heimlich Fotos von ihm zu knipsen, um damit ein paar Pfennig bei der Presse zu schießen. Vielleicht frage ich Christian Rach bei einem Interview auch versehentlich nach einem Dinner zu zweit, oder Thomas Gottschalk nach einer Packung Gummibärchen. Möglicherweise bitte ich Christiano Ronaldo auch eher um ein Autokram, als um ein Interview und wahrscheinlich kündige ich bei einer Live Sendung David Beckham auch als „Schönsten Mann der Welt an“, anstatt als ehemaligen Fußballspieler. Vielleicht mache ich noch tausende Fehler. Aber ich gehe das Risiko ein.

Also würdest du sagen, dass du durch die Dreharbeiten an der RTL Journalistenschule eine Perspektive bekommen hast?
Auf jeden Fall! Ich fühle mich noch mehr bestärkt in meiner Vorstellung (das Wort ist jetzt schon völlig untertrieben, weil ich es jetzt DEFINITIV WILL) Journalistin zu werden. Ich weiß jetzt, dass ich es kann und das ich es wirklich will. 

Gibt es noch etwas, was du mit nachhause nimmst, außer den starken Willen Journalistin zu werden?
Oh ja, Einiges. Ich habe viel im Bereich „journalistisch aktiv sein“ und im Bereich „Medien machen“ gelernt. Von der Frage „Wie bekomme ich eine Idee“ bis hin zu der Frage „Wie setze ich sie um“ habe ich viel mitgenommen. Ich verstehe jetzt was Bewegtbild bedeutete, bedeutet und bedeuten wird. Gestern, heute und morgen. Ich weiß jetzt, wie YouTuber „youtuben“. Ich verstehe jetzt etwas vom Markt für Bewegbild und von den unterschiedlichen Formaten von Bewegtbild. Überhaupt verstehe ich nun auch, dass Bewegtbild nicht nur ein Bild, sondern tatsächlich auch Kommunikation ist und das nicht nur im Netz. Bewegtbildkommunikation eben. 


Aber ich habe auch einiges im Bereich „leben und das Leben lieben“ gelernt, die meiner Meinung nach, ganz entscheidende Punkte, für mich als Journalistin, sein werden. Ich habe gezeigt bekommen, dass wir bereit sein müssen den Ast abzusägen, auf dem wir momentan noch sitzen. Dass wir bereit sein müssen Risiken einzugehen. Dass wir besser, schneller und größer handeln müssen. Dass wir nicht stehen bleiben dürfen, sondern mit dem „digitalen Wandel“ mitgehen müssen, oder noch besser, ihm immer ein Stück voraus sein müssen. Denn der digitale Wandel ist keine Modeerscheinung und auch kein Genre. Der digitale Wandel ist pures Leben. Des Weiteren habe ich mitgenommen, dass wir nicht niemals enttäuscht sein dürfen, niemals aufgeben dürfen und uns niemals davon abbringen lassen dürfen, anzufangen. Denn Applaus kassiert auch der Journalist von heute nur noch für die Form, nicht mehr für den Inhalt.

Was mich noch interessieren würde: Am Anfang unseres Interviews hast du etwas von einem Medikament gefaselt … Das klang wie eine Art „Wundermittel“. Verrätst du uns was dahinter steckt?
Das Medikament nennt sich ganz einfach „Journalismus“. Ich habe es selbst getestet. Jeden Tag bekam ich hier am Set, während der Dreharbeiten, eine neue Dosis zugesteckt. Mal ein bisschen mehr, mal ein bisschen weniger. Auch ich war „Versuchskaninchen“. Kein Witz, ich bin „high“ und fühle mich wie auf Wolke 7. Im Rausch von „Journalismus“ sehe ich nicht nur das Heute, sondern auch das Morgen. Ich sehe neue Sphären und die Medien aus einer neuen Perspektive. Als heute morgen die ersten Entzugserscheinungen auftraten, Haut kribbelte, ich unruhig und zappelig wurde, habe ich gemerkt: Okay, jetzt ist es soweit. Mona, du bist der Sucht nach Journalismus verfallen. 

Das war sehr interessant. Ich danke dir. Hast du noch ein paar Schlussworte? Oder etwas, dass du den Lesern mitgeben möchtest?
Seid neugierig, seid interessiert, seid gespannt. Seid innovativ, seid kreativ, seid journalistisch. Hört einfach niemals auf anzufangen, und fangt niemals an aufzuhören. Und wenn es doch einmal schmerzen sollte, dann lindert euren Schmerz lieber mit „Journalismus“ als mit „Aspirin“, und ich garantiere euch Erfolg, Glück und Zufriedenheit ein Leben lang. 

Danke dir für das Interview. Und noch eine tolle Zukunft wünsche ich dir!
Danke. Ach, kann ich noch zwei Worte an meine Mama richten? Ich muss mich da noch für etwas entschuldigen.

Na klar. Schieß los.
Liebe Mama, lieber Papa, falls ihr das lest und ihr jetzt Angst habt mit einem Junkie unter einem Dach zu schlafen, dann kann ich euch beruhigen. Es hört sich alles viel schlimmer an, als es ist.
Nun gut, einmal Junkie, immer Junkie und es gibt auch keine Klinik, keine Therapie für diese Art von Sucht. 

Aber wenn ihr mich jetzt nicht zu Hause einschließt, mich ab und zu mal in die große weite Welt lasst, Papa mir ab und zu mal die Tageszeitung rüber schiebt, anstatt die Autoanzeigen hundert mal durchzulesen und Mama mir hin und wieder mal einen Platz auf der Couch gewährt und auf die Nachrichten umschaltet, anstatt die Liebesschnulzen rauf und runter zu gucken, dann wird alles gut. Versprochen!

 

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