• BiTS Student Sebastian Babe ist Student des Monats

    Sebastian Babe bei den Hamburg Freezers – für ihn soll Sport nicht nur ein Hobby bleiben

Student des Monats: Sebastian Babe

Auf wen trifft man eigentlich, wenn man von einer Vorlesung zur nächsten spaziert? Wer sitzt überhaupt in den Vorlesungsräumen? Und was haben die BiTS Studenten schon alles erlebt? Damit Sie die Studierenden hinter den Bachelor- und Masterstudiengängen besser kennen lernen können, erzählt jeden Monat ein BiTSler von sich, seinen Erfahrungen und seinen Plänen. 

Diesen Monat im Gespräch: Sebastian Babe, ein Sport & Event Management Studierender an der BiTS Hamburg

Hallo, Sebastian. Kannst du dich einmal kurz vorstellen? 

Moin moin, ich bin Sebastian Babe oder kurz Babe (englisch ausgesprochen). Ich bin 24 Jahre alt und befinde mich im 6. Semester Sport- und Eventmanagement (SEM), also kurz vor dem Abschluss. Wenn ich nicht gerade am Campus Altona bin, findet man mich auf Tennis- und Fußballplätzen oder auf nem Handballfeld. Abseits vom Sport bin ich gerne mit meinen Freunden an verschiedenen Orten der Metropolregion Hamburg unterwegs. 

Was war bis jetzt deine Lieblingsvorlesung und warum? 

Das ist schwer zu sagen. Aus meiner Sicht haben wir viele hoch interessante Vorlesungen und natürlich ist auch der Dozent immer ausschlaggebend bei der finalen Bewertung einer Veranstaltung. Lange erinnern werde ich mich sicherlich an die Vorlesungen bei Uwe Freimuth, einfach weil Uwe ein großartiger Typ ist und jede Vorlesung mit Humor füllen konnte. Sich für eine Lieblingsvorlesung zu entscheiden ist für mich quasi unmöglich. Am Ende hat jede Vorlesung ihren eigenen Reiz und ich konnte aus jedem Fach für meine persönliche Entwicklung und meine Sicht auf die Thematik neue Erkenntnisse herausziehen. Auch die Dozenten werden am Ende keinen Ausschlag für eine Vorlesung geben können, da hier ebenfalls jeder seine eigene Art hat und ich von vielen für meinen zukünftigen Werdegang was mitnehmen werde. 

Beschreibe deinen Studiengang mit drei Worten. 

Verrückt, kindisch, laut (lacht). Mal ernsthaft: 6 Semester in 3 Worten zusammenzufassen ist sehr schwierig. Wenn ich mir die verschiedenen SEM-Kurse angucke, dann treffen die 3 Worte definitiv zu. (Ich weiß, dass ihr es mir nicht übel nehmt, liebe SEMler, ihr wisst es ja selber). Wenn es um die Studieninhalte geht, dann würde ich sagen: Wirtschaft, Sport, Event. 

Was macht einen echten SEMler aus? 

Jeder SEMler ist auf seine Art und Weise irgendwie positiv verrückt. Wir treten ziemlich dominant und laut auf und das ist auch gut so. Die Sport- und auch die Veranstaltungsbranche ist ein hartes Geschäft. Arbeiten bis tief in die Nacht und natürlich auch am Wochenende sind für uns quasi an der Tagesordnung. Natürlich gehört da eine gewisse Stressresistenz und irgendwie auch die Trinkfestigkeit dazu. Ein echter SEMler ist ansonsten aber schwierig zu beschreiben, da sie sich eigentlich in zwei Gruppen aufteilen. Die Sportler und die Eventler, oft dominiert natürlich der Fußball, aber auch die generelle Sportbegeisterung. Bei den Eventlern stehen Veranstaltungen wie Hurricane, Deichbrand, Tomorrowland oder Wacken im Vordergrund. Was uns aber alle wieder verbindet ist die absolute Hingabe zu unserem Beruf, der Einsatzwille und unsere Durchsetzungskraft. 

Du bist Studentensprecher an der BiTS. Welche Aufgaben hast du und wie gefällt dir das Amt? 

Noch bin ich in diesem Amt bis zum 30.06 beziehungsweise per Satzung sogar bis zu den Neuwahlen im Oktober. Zu Beginn des Studiums war es vor allem viel Kommunikation und Schadensbegrenzung innerhalb des Standortes, da viele Strukturen logischerweise noch nicht gefestigt waren und sich viele Studenten natürlich gefragt haben, warum wir (noch) nicht die Leistungen erhalten, wie unsere Kommilitonen in Iserlohn. In diesem Semester, in dem ich mit Nora Pechel und Alexander Zschiesche die Vertretung für Johanna Hashagen und Konstantin Nellessen (beide im Ausland) bilde, waren die Strukturen, hoffentlich auch dank unserer Mitarbeit, schon etwas gefestigter. Zu den Aufgaben zählten unter anderem die Organisation der Studentenvollversammlung. Zusätzlich kam die Einführung der standortübergreifenden und standortbezogenen Qualitätszirkel dazu, deren Einführung wir mitbetreuten und die einen regelmäßigen Austausch mit vielen Einflussgruppen der Hochschule nach sich zogen. Es war sehr schön zu sehen, wie offen die Hochschule auf die Vorschläge und Wünsche der Studenten eingegangen ist und der Austausch über diverse Ideen war, aus meiner Sicht, sehr konstruktiv. Mir hat es viel Freude bereitet zu sehen, dass sich der Einsatz ausgezahlt hat und hoffe, dass ich die Hochschule langfristig beeinflusst und nach vorne gebracht habe. 

Du warst für dein Auslandssemester in Südafrika. Was war dein schönstes Erlebnis, das du wohl später noch deinen Enkelkindern erzählen wirst? 

Da gibt es vieles zu erzählen und vielleicht auch einiges zu verschweigen (lacht), man möchte schließlich kein schlechtes Vorbild sein. Generell waren es wundervolle sechs Monate in einem Land mit vielen aufgeschlossenen und sehr freundlichen Menschen. Woran ich mich definitiv sehr lange erinnern werde, sind die Momente im Rugbystadion, wenn 17.500 Menschen gemeinsam stehen und egal welcher Rasse und Herkunft mit Inbrunst die Nationalhymne Südafrikas singen. Auch heute höre ich mir die Hymne noch sehr gerne an, denn sie erinnert mich an die faszinierende Atmosphäre und ich kriege jedes Mal Gänsehaut, wenn ich sie höre. Der schönste Moment war aber wohl der Ausblick vom Tafelberg im Morgengrauen über Kapstadt. Ich hatte es lange nicht geschafft, den Tafelberg zu besteigen und kurz bevor ich zurückgeflogen bin, hatte ich es eigentlich schon abgehakt, bis mich ein Kumpel einsammelte, wir noch in der Dunkelheit der Nacht nach Kapstadt fuhren und pünktlich zum Sonnenaufgang auf dem Tafelberg standen. Dieses Gefühl war unbeschreiblich und ich danke ihm auch heute noch dafür. Ansonsten werde ich meinen Enkelkindern bestimmt von vielen Menschen und denkwürdigen Geschichten erzählen, die ich dort mit diesen Menschen erleben durfte. Egal ob Südafrikaner, Iserlohner BiTSler, Holländer, Australier oder Briten. 

Wo hast du dein Praktikum gemacht? Wie hat es dir gefallen? Hast du Inhalte aus deinem Studium bei der Arbeit wiedergefunden/ benutzen können? 

Ich habe bereits zwei Praktika absolviert. Mein Erstpraktikum in einem kleinen Lübecker Start-up namens Cubenord, mein Projektpraktikum bei der Hamburger Veranstaltungsagentur Intercom Hamburg GmbH. Besonders das Projektpraktikum hat mir riesig Spaß gemacht, da ich innerhalb der zwei Monate sowohl als Projektassistenz, als auch als Projektleiter arbeiten durfte. Innerhalb dieser zwei Monate habe ich sehr viel theoretische Ansätze natürlich besonders aus meinem Schwerpunkt wiedergefunden, aber auch aus den klassischen BWL-Themen wie Unternehmensführung oder Marketing. Ich bin sehr glücklich darüber, dass mir die Intercom diese Möglichkeiten gewehrt hat und mir auch in meiner Projektarbeit viel Freiräume gelassen und Vertrauen entgegengebracht hat. 

In welchen Ressorts bist du und was ist deine Aufgabe? 

Die Liste könnte sehr sehr lang werden (lacht laut). Ich bin aktuell Mitglied im Veranstaltungsressort VR-One, im Sportressort BiTSport, im Marketingressort, im Radioressort, dazu war ich zu Beginn Mitglied beim Hochschulmagazin. In diesem Semester habe ich dann mit meiner Kommilitonin Marietta Glaesner (1. Sem. BP) das Ressort AltonAbroad gegründet. Bei BiTSport, im Marketing und im Radioressort bin ich Gründungsmitglied gewesen und habe verschiedene Aufgaben übernommen (z.B. Betreuung von Aufnahmetests, Mithilfe bei Infotagen, Mitorganisation der Fahrt zum Cup der Privaten, technische Betreuung des Radiostudios). Bei VR-One war ich Gründer und 5 Semester Ressortleiter, bis ich mich in diesem Semester dazu entschieden habe, die Leitung an unsere drei Nachfolger zu übergeben und hauptsächlich als Berater und Helfer am Veranstaltungstag zur Verfügung zu stehen, um meine anderen Aufgaben ebenfalls gerecht zu werden. Aufgaben waren hier unter anderem die Planung von Veranstaltungen und regelmäßigen Treffen, die Absprache mit der Hochschule, die Kalkulation und Abrechnung der Veranstaltungen, sowie die Bestellung sämtlicher Materialien. Als im April dann Mari auf mich zu kam und mir ihre Idee vorstellte, war ich sofort begeistert und half ihr bei der Konzeption und dem Aufbau von AltonAbroad, dessen Idee es ist, das International Office bei Veranstaltungen und dem Sammeln von zusätzlichen Informationen über die Auslandserfahrungen zu unterstützen und diese in Form von Erfahrungsberichten zur Verfügung zu stellen. Unabhängig vom Ressort bin ich glücklich, mit so vielen verschiedenen tollen Menschen gearbeitet zu haben und hoffe natürlich, dass die Ressorts sich auch nach meinem Abschluss weiterentwickeln und freue mich darauf, die Entwicklung als Alumni irgendwann begutachten zu dürfen. 

Und was machst du nach deinem Bachelor? 

Das ist eine sehr gute Frage. Ich denke der direkte Weg wird wohl in die Eventbranche führen, da ich mich aktuell mit einem ehemaligen Dozenten über mögliche Einsatzchancen unterhalte. Mit Glück ermöglicht es mir diese Stelle bereits ab Oktober wieder als Student an die BiTS zurückzukehren und meinen Master in "International Sports and Eventmanagement" zu machen. Ich könnte mir auch vorstellen für eine Zeit lang als Mitarbeiter in einer privaten Hochschule zu wirken. Langfristig gibt es zwei Ziele. Zum einen würde ich gerne für einen noch unbestimmten Zeitraum in den Profisport, weshalb ich auch meine Bachelorthesis über Controllinginstrumente im Profifußball schreibe. Zum anderen soll langfristig der Doktortitel her, da ich durch meine Tutoriumstätigkeiten an der BiTS gemerkt habe, wie viel Spaß es mir macht, Wissen zu vermitteln und mich mit Studenten über diverse Themen auszutauschen. Vielleicht kehre ich eines Tages dann als Prof. Dr. Sebastian Babe zurück an die BiTS, ein Traum wäre es auf jeden Fall.

zurück zur Übersicht