• Veröffentlichung des Buches: Bits and Bricks: Digitalisierung von Geschäftsmodellen in der Immobilienbranche

University of Applied Sciences Europe Master Absolventen veröffentlichen Buch mit ihrem Professor

Lukas Maiwald und Timo Kewitz haben gemeinsam mit ihrem Prof. Andreas Moring nach Abschluss des Studiums ein Buch über die Digitalisierung in der Immobilienbranche herausgebracht, in dem ihre Masterarbeiten abgedruckt wurden.
Heute berichten Sie uns von ihrem Studium, Karrierewünschen und den Hintergründen für die im Buch behandelten Thematiken.

Sie haben beide Ihren Master in Corporate Management am Campus Hamburg erfolgreich abgeschlossen. Was hat Sie im Vorfeld bewogen, sich für ein weiterführendes Studium an der UE zu entscheiden?

Timo: Für mich war es insbesondere die Möglichkeit, Themen, die mich im Bachelor interessiert haben, gezielt zu vertiefen und weitere Erfahrungen rund um das Studentenleben zu sammeln.

Lukas: Bei mir war es die Kombination aus den interessanten Studienfächern und der Möglichkeit, neben dem Studium weiterhin 20 Stunden pro Woche arbeiten zu können.

An der University of Applied Sciences Europe war immer was los: z. B. Auslandssemester, Praktika und Ressortarbeit. Welches Erlebnis hat Sie besonders geprägt?

Timo: In besonderer Erinnerung bleiben natürlich die Summer School in Chicago und das Pre-Assessment in Krickenbeck. Am meisten geprägt haben mich aber die gesamten praktischen Erfahrungen, die ich in Verbindung mit dem Studium als Werkstudent gesammelt habe.

Lukas: Dem kann ich mich eigentlich nur anschließen, Krickenbeck und Chicago waren mit Sicherheit die spektakulärsten Bestandteile des Masters. Besonders geprägt haben mich meiner Meinung nach auch die Freundschaften, die während der zwei Jahre entstanden sind. Ich glaube, wir hatten sehr viel Spaß in der Zeit und das große Glück einen außergewöhnlichen Jahrgang erwischt zu haben.

Unsere Studierenden haben einen Slogan gewählt. „Create your story. Inspire the world.“ Welche Erfahrungen aus Ihrem Studium haben Sie unterstützt, Ihren ganz persönlichen Karriereweg einzuschlagen? Was hat Sie zu diesem Weg inspiriert?

Lukas: Bei mir hat das Studium die bereits vorhanden Überlegungen selbst zu gründen und ein eigenes Start-up aufzubauen, weiter bestärkt und diesen Weg werde ich nun probieren, einzuschlagen.

Timo: Mein Karriereweg stand mit dem Familienbetrieb in der Heimat grundsätzlich schon vorher fest. Inspiriert hat mich in der kürzeren Vergangenheit aber das Thema Digitalisierung durch meine Werkstudententätigkeit bei der dgroup.

Erzählen Sie uns von einem Beispiel während Ihrer Studienzeit, bei dem es sich gelohnt hat, bekannte Pfade zu verlassen / über eigene Grenzen hinauszugehen? Was hat Sie dabei unterstützt?

Timo: Meinen ersten Job als studentischer Mitarbeiter im großen Unternehmen zu kündigen, um für mich gänzlich neue Erfahrungen in einem Start-Up zu entscheiden, war ein Schritt, bei dem ich einen bekannten und sicherlich auch bequemeren Weg verlassen habe – der sich rückblickend aber auch gelohnt hat, weil ich so nicht nur in neue Themengebiete eintauchen konnte sondern so noch einmal in ein ganz anderes Arbeitsumfeld blicken konnte.

Lukas: Ich denke, das gesamte Studium über gab es immer wieder einzelne Situationen, in denen man über seine Grenzen hinausgehen musste. Aber ich glaube, unser aller Ziel war es ja, nicht nur möglichst schnell eine möglichst gute Note zu erhalten, sondern sich auf dem Weg hin zum Abschluss auch persönlich weiter zu entwickeln und dieses Ziel hat einen dabei auch angetrieben.

Ihre Masterarbeiten wurden fast ein zu eins in dem Fachbuch „Bits and Bricks: Digitalisierung von Geschäftsmodellen in der Immobilienbranche“ in Zusammenarbeit mit Ihrem Professor Dr. Andreas Moring veröffentlicht. Bitte geben Sie uns einen Einblick in Ihre Thematiken.

Lukas: In meiner Thesis ging es um die Digitalisierung der Immobilienvermittlung. Ich selbst war während des Studiums für ein großes Maklerunternehmen tätig und da lag es auf der Hand, dass ein solches Thema sowohl für das Unternehmen, als auch für Prof. Dr. Andreas Moring und mich interessant sein könnte. Das Ergebnis war dann eine Ausarbeitung, die vor allem einen Blick in die Zukunft wirft und schaut, welchen Herausforderungen Makler im Rahmen der Digitalisierung gegenüberstehen werden und wie sich das auf ihr Berufsbild und ihre Tätigkeiten auswirken wird.

Timo: Bei meinen Teilen lag der Fokus primär auf der digitalen Transformation im Baugewerbe – also wie sich das Geschäftsmodell beziehungsweise die Wertschöpfungskette von Unternehmen im Baugewerbe durch den Einsatz digitaler Technologien, wie BIM, Logistik 4.0 und E-Commerce verändern. Dass die Digitalisierung so ziemlich jede Branche beeinflussen wird, ist vermutlich nicht schwer vorherzusehen. Interessanter wird es allerdings dann, wenn man auf die technologischen Felder blickt, welche die größte Relevanz haben werden und wie Unternehmen diese für sich nutzen können.

Buzzworte, mit denen Sie sich auseinandergesetzt haben, waren unter anderem BIM, Virtual Reality, Robotik oder Big Data. Wieso sind diese Topics für die Immobilienbranche im Zeitalter 4.0 zunehmend wichtig?

Timo: Das größte Thema mit dem ich mich beschäftigt habe war zweifelsohne BIM (Building Information Modeling). Dabei geht es um eine neue Form der Arbeitsmethodik, bei der die Digitalisierung vielen Akteuren am Bau dabei hilft, sich zu vernetzen und beispielsweise Doppelarbeiten zu reduzieren. Die Basis dafür ist ein digitales, dreidimensionales Gebäudemodell, an dem zeit- und ortsunabhängig gearbeitet werden kann. Das spart nicht nur Zeit, sondern vor allem auch Kosten und verbessert letztendlich die Arbeitsqualität. Wichtig ist es für die Branche vor allem auch deswegen, weil neue Berufsbilder entstehen.

Lukas: Das was Timo da anspricht ist auch mein Ansatz gewesen. Aktuelle Probleme, die durch den Einsatz von Technologie gelöst werden könnten, sollten wir damit auch lösen. Und da es nun mal eine Bereicherung ist, wenn ein Wohnungsinteressent durch Virtual-Reality ortsunabhängig Wohnungen besichtigen kann, sollten Maklerunternehmen diese Technologie auch für sich nutzen.

Das Fachbuch soll dem Leser auch Hinweise für den Einsatz digitaler Techniken bieten. Für welche Zielfelder geben Sie Tipps zur praktischen Umsetzung ihrer Forschungsergebnisse?

Timo: Jeder der sich in der Bau- oder Immobilienbranche bewegt, kann sich in diesem Buch einen Überblick über die in der Branche relevanten Technologien verschaffen. Für spezifische Fälle kann man zwar keine allgemeingültigen Ansätze bieten, in denen ausgesagt wird, man hätte genau dies oder jenes zu tun, um erfolgreich zu sein – dafür ist jedes Unternehmen viel zu einzigartig – die Leserinnen und Leser können sich allerdings davon inspirieren lassen, um Einsatzmöglichkeiten der Techniken im eigenen Unternehmen zu erwägen.

Lukas: Genau. Dazu kommt, dass wir viele Dinge von Grund auf erklären und somit auch für Branchenteilnehmer die bislang kaum Kontakt zu digitalen Technologien hatten, einen guten Einstieg ermöglichen.

Wo soll es mal hingehen? / Was ist Ihr Traum? Was wollen Sie in zehn Jahren erreicht haben?

Lukas: Momentan konzentriere ich mich ganz darauf, gemeinsam mit meinen Mitgründern an unserer Unternehmensgründung zu arbeiten und ich hoffe, dass es da schon bald gute Neuigkeiten zu verkünden gibt. Im nächsten Schritt geht es dann natürlich darum, ein erfolgreiches Business aufzubauen und ich hoffe, dass wir in zehn Jahren rückblickend sagen können „Hat geklappt!“.

Timo: Das Ziel wird sein, das Familienunternehmen in der Heimatstadt Uelzen zu übernehmen und dieses vor allem weiterzuentwickeln. Ein elementarer Baustein dabei ist in der heutigen Zeit natürlich die Digitalisierung. Nur darf sich darauf natürlich nicht allein beschränkt werden. Ein weiteres großes Ziel wird auch meine persönliche Weiterentwicklung sein – insbesondere in der neuen Rolle als Führungskraft gilt es, eine Menge Erfahrungen zu sammeln.

Was ist Ihr Tipp an die heutigen Studierenden? Was sollten sie an der Hochschule nutzen? Worauf sollten sie bei ihrer Entwicklung achten?

Timo: Die Möglichkeit, praktische Erfahrungen im Zusammenspiel mit den Inhalten des Studiums zu sammeln, sollte nicht ungenutzt bleiben. Ebenso ist das Netzwerk, das man sich in dieser Zeit aufbauen kann, unbezahlbar.

Lukas: Volle Zustimmung. Nutzt die Zeit, stellt viele Fragen, hört gut zu und probiert euren eigenen Weg zu gehen.

Zum Abschluss: Beschreiben Sie Ihr Studium an der University of Applied Sciences Europe in drei Worten!

Timo: Intensiv, Werkstudentenjobs, Hochschulorganisation

Lukas: Spaß, (viel) Arbeit, Praxisnah

Das am Freitag, 9. Februar, 2018 im Springer Verlag erschienene Buch Bits and Bricks: Digitalisierung von Geschäftsmodellen in der Immobilienbranche der Autoren: Prof. Dr. Andreas Moring, Lukas Maiwald und Timo Kewitz ist online sowie im stationären Buchhandel unter der ISBN 978-3-658-19387-4 für 29,99 Euro erhältlich.

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