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Unternehmertag: BiTS verleiht Wissenschaftspreis

Die Handykameras wurden gezückt, als die bunte Logowand auf der Leinwand erschien: 130 Unternehmer aus der Region kamen gestern Abend anlässlich des 13. Unternehmertages an der Hochschule BiTS auf dem Campus in Iserlohn zusammen. Netzwerken steht bei dieser Veranstaltung traditionell im Fokus, in diesem Jahr aber gab es noch zwei weitere Highlights: die BiTS vergab zum ersten Mal den BiTS Wissenschaftspreis an ihre Studierenden; außerdem stellte sich der neue Rektor, Prof. Dr. Stefan Stein, vor.

„Evaluation eines bereichsübergreifenden Rotationsprogramms zur Sicherung der Beschäftigungsfähigkeit von Produktionsmitarbeitern“ – so lautet die Masterarbeit von Tim Teetz, der damit den 1. Platz des BiTS Wissenschaftspreises in der Kategorie Master gewann: „Ich freue mich riesig über die Auszeichnung und vor allem auch darüber, dass die BiTS den Wissenschaftspreis zusammen mit den Sponsoren ins Leben gerufen hat. Das unterstreicht für mich noch mal, wie wichtig es der Hochschule ist, dass wir Studierende lernen, wissenschaftlich zu arbeiten." In der Kategorie Bachelor Thesis belegte Lisa Wisnewski mit „Implizite Kommunikation im Markenmanagement als Erfolgsfaktor für den Kaufentscheidungsprozess“ den 1. Platz, auf dem 2. folgte Hendrik Daniel („Erarbeitung eines Kennzahlensystems für das Controlling auf Basis des Balance Managements“) und Simon Albers auf dem 3. Platz („Ironie in den deutschen Medien – Folge einer orientierungslosen Generation?“). Neben einer Urkunde und den in einem Buch publizierten Arbeiten, erhielten die Preisträger auch Preisgeld, was durch die Sponsoren ermöglicht wurde. Beteiligt haben sich Vodafone, die Sparkasse Iserlohn, die Gaslock GmbH und die Momentive GmbH aus Iserlohn sowie die Naust und Huneke Wirtschaftsprüfung als auch der Förderverein der Hochschule selbst.  

 Joerg Lienenkamp von GASLOCK GmbH über sein Engagement: „Als Iserlohner Unternehmer habe ich selbst erfahren, was es bedeutet, etwas aufzubauen. Was hier passiert, wie die jungen Leute hier ausgebildet werden, finde ich toll. Ich hoffe, dass irgendwann einer der Studenten der BiTS zu mir kommt und für mich arbeiten will. Das wäre ein Traum!“

Stefanie Hacke vom Career Center der BiTS hatte Unternehmer der Region zu dem jährlichen Treffen eingeladen und kündigte zu Beginn ein Programm an, das noch spannender sei als geplant. So stellte Carlos Bertràn, CEO Lauraeate Germany, den neuen Rektor der Hochschule Prof. Dr. Stefan Stein vor. „Danke, dass Sie alle hier bei uns sind, das ist sehr wichtig für uns“, sagte er. „Es geht um die Beziehung zwischen Ihnen und der BiTS. Dabei aber ist nicht die Frage ‚Iserlohn, Hamburg oder Berlin?’, es geht darum, unsere Studierenden für den internationalen Markt gut aufzustellen und auszubilden. Die BiTS hat ihre Wurzeln hier in Iserlohn, also werden wir natürlich in diesen Standort weiter investieren. Mit Stefan Stein haben wir nun einen Rektor aus der Region, ich freue mich sehr, dass er diesen Posten übernommen hat. Wir gehen nun stärker in die Zukunft.“

Der gebürtige Altenaer Stein stellte das ursprünglich geplante China-Thema hinten an und sprach in seiner neuen Rolle zu seinen Gästen auf dem Campus. „Warum sind Sie heute hier?“, fragte er in den Raum. „Klar, Sie wollen netzwerken, Sie sind Sponsoren des Wissenschaftspreises. Aber vielleicht haben Sie auch Zeitung gelesen in den letzten Wochen und fragen sich ‚was ist hier los an der BiTS?’.“ Anhand einer Prognos-Studie verdeutlichte er, wie sehr gut ausgebildete Studierende in Zukunft gebraucht würden und versicherte: „Wir bringen denen all das bei, was Sie für Ihr Unternehmen benötigen!“

Im Anschluss präsentierte Mediendekan Prof. Dr. Christoph Moss seinen Vortrag „Deutsch für Manager – Refresh your Sprachperformance“ und zeigte auf, wie Sprache im Wege stehen kann und zu Missverständnissen führt. Anhand unterhaltsamer Beispiele (Nissan-Slogan „Shift the way you move“ wird in der Übersetzung zu „Verändere Deine Fahrweise“) wurde klar: man muss Werbung nicht verstehen, sie kann auch so funktionieren. Moss verlieh dann die Wissenschaftspreis an die Studierenden und übergab die Urkunden.

Nach einer kurzen Snackpause stellte sich die Schwester-Hochschule BTK – Hochschule für Gestaltung vor, die mit der BiTS auf dem Campus sitzt und das gegenüberliegende Gebäude für die Studiengänge Fotografie (B.A.) und Kommunikationsdesign (B.A.) nutzt. Prof. Katharina Mayer und Prof. Ubbo Kügler zeigten anhand der Kooperationen mit Unternehmen der Region, wie z.B. Gothaer Versicherung, der Westtorpassage oder dem Magazin 5050, auf, inwiefern Design sich auf den Erfolg von Geschäftsmodellen auswirken kann.

Die Abschlusspräsentation „Der Einfluss des Unbewussten auf die Managemententscheidung“ hielt Prof. Dr. Christian Chlupsa, der anhand seiner Studienergebnisse zeigte, dass Entscheidungen von Geschäftskunden weitaus weniger rational sind als bisher behauptet. Als Fazit erklärte er, dass wir von einer limitierten Rolle der rationalen Entscheidungsfindung auch bei Geschäftskunden ausgehen sollten. Denn so Chlupsa: „Irrationale Treiber sind auch bei Geschäftsentscheidungen aktiv und implizite Informationen umgehen dabei den „Kognitiven Filter“. Zusammenfassend präsentierte er den Unternehmern die drei wichtigsten Aufgaben für die Zukunft. „Erstens, wir brauchen einen neuen strukturierten Ansatz für Gremiumsentscheidungen. Zweitens, wir sollten die Wichtigkeit von Experten erkennen und würdigen. Drittens wir brauchen nonverbale Kommunikation, die auf impliziten Erkenntnissen aufbaut."

Mögliche Antworten und persönliche Erfahrungen wurden im Anschluss bei einem kleinen Snack diskutiert, nachdem Mathias Preuß, Vertreter der Alumni der BiTS, noch sein Schlusswort gab: „Wir Studierende von privaten Hochschulen haben oft mit Vorurteilen zu kämpfen. Wir hätten es nicht auf die staatlichen Universitäten geschafft oder wir würden uns unseren Abschluss erkaufen. Das aber ist falsch, denn ich habe mir lediglich eine gute Ausbildung ermöglicht, nachdem ich mich in meinem ersten Studium mit 600 Kommilitonen in Vorlesungsräume mit 400 Plätzen zwängte. Die Ausbildung an der BiTS ist hervorragend! Und Sie sind heute hier, weil Sie sich uns verbunden fühlen – danke dafür!“

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